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The Brian Jonestown Massacre - Fire Doesn't Grow On Trees

The Brian Jonestown Massacre - Fire Doesn't Grow On Trees
A Recordings/Cargo
Format: LP

Anton Newcombe macht keine halben Sachen. "Fire Doesn't Grow On Trees" ist nämlich nur eines von zwei Alben, die das Brian Jonestown Massacre in diesem Jahr unter's Volk zu bringen gedenkt. Offensichtlich hatten sich in der Pandemie seit der Veröffentlichung des letzten, selbst betitelten BJM-Albums 2019 so viele musikalische Ideen angesammelt, dass es mit einem Album nicht getan gewesen wäre. Bereits beim letztjährigen Synästhesie-Festival in Berlin, als Newcombe & Co. noch in seinem Berliner Studio an Album #19 und 20 bastelte, gab es vermutlich einen ersten Einblick in das nun vorliegende neue Material. "Vermutlich" deswegen, weil BJM zu einem dieser Projekte gehören, denen man jedwede Art von musikalischer Weiterentwicklung wohl eher übel nehmen würde. Immerhin hat der Meister mit seinem wechselnden Karussell von alten und neuen Mitstreitern (zunehmend auch aus dem Berliner Umfeld) seinen Mix aus Riff-basierter Breitwand-Psychedelia, verhallten Shoegazing-Vibes und mächtig pulsierenden Walls-Of-Sound dergestalt perfektioniert, dass sich eine Änderung des Konzeptes letztlich als sinnlos und störend erweisen würde.

In dem Fall unterstützt von Ricky Maymi (guitars), Ryan Carlson Van Kriedt (keyboards), Hakon Adalsteinsson (guitar), Hallberg Daði Hallbergsson (bass), & Uri Rennert (drums) konzentrierte sich Newcombe schlicht und ergreifend darauf, ausgezeichnete neue Songs zu schreiben - denn in dieser Hinsicht gibt es keine Denkverbote beim BJM. Wie üblich angereichert mit humorvollen Titeln und Textzeilen entwarfen Newcombe eine Songsammlung, die keinerlei Wünsche offen lässt, die man an das BJM herantragen könnte. Und das bemerkenswert ökonomisch: Im Vergleich zu früher gibt es nämlich keine epischen Exzesse, sondern - ganz im Gegenteil - bemerkenswert effektive und kompakte Songs - von denen mehrere innerhalb der Drei-Minuten-Grenze bleiben und nur der Opener "The Real" (dank eines dramatischen Intros) an den 5 Minuten kratzt. Und das hat nichts damit zu tun, dass dem BJM die Spielfreude abhanden gekommen wäre, sondern damit, dass BJM heutzutage die Übersicht besitzt, alles Wesentliche ohne Umschweife auf den Punkt zu bringen. Jedenfalls im Studio - auf der Bühne sieht die Sache natürlich ganz anders aus.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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