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Charley Crockett - The Man From Waco

Charley Crockett - The Man From Waco
Son Of Davy/Membran
Format: LP

Was macht ein Musiker, der sich mit Herz und Seele der klassischen Old-School-Country-Musik verschrieben hat - aber als Texaner nicht gerade im Zentrum dieser Art von Musik-Kuration ansässig ist? Nun, er tut alles daran, dieses Herkunfts-Manko durch eine möglichst puristische Vorgehensweise auszugleichen und sich mit den Leuten zu umgeben, die ähnlich denken. Zu diesen Leuten gehören im Falle von Charley Crockett beispielsweise sein Alter Ego "Lil G" (das er sich für seine Cover- und Side-Projekte) zugelegt hat und sicherlich auch die Mitglieder seiner Live-Band The Blue Drifters. Seltsam eigentlich, dass sein 11. Studio-Album nun das erste ist, bei der er das neue Material live im Studio mit eben dieser Band eingespielt hat. Aber so ist das eben manchmal: Man kann die Musik nicht mit messbaren Parametern greifen.

Sei es drum: Auf dem neuen Album nutzt Crockett nicht nur die Gelegenheit, zusammen mit Produzent Bruce Robinson und eben den Blue Drifters mit seine schönsten Loner-Balladen in die Welt zu setzen, sondern auch die Möglichkeiten einer größeren Besetzung in Titeln wie der Single-Nummer "I'm Just A Clown" oder "Trinity River", die auf sein Faible für Soul-Sounds zu verweisen, mit dem er ursprünglich seine Karriere begründete. Und auch Twang-Sounds, Tex-Mex-, Wüstenrock und Honky Tonk-Elemente kommen aufgrund des erweiterten Angebotes dieses Mal stärker zum Vorschein als auf Crocketts Solo-Arbeiten. Und dann noch etwas: Obwohl die Mehrzahl der neuen Tracks mit gut gelaunten, relaxten Grooves unterlegt sind und die Texte auch gerne mit den Klischees des Genres spielen, verkneift sich Crockett jede parodistische Note die Performance betreffend (was in seinem Fall nicht immer so ist). Kurzum: "The Man From Waco" geriet auf diese Weise zu einem durchaus glaubwürdigen, nur leicht überhöhten Selbstporträt des Texaners und stellt sicherlich auch einen inspirierenden Fundus für seine anstehende Herbst-Tournee dar.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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