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Tonträger-Review
 
Aga Labus - Magnetic Mystery Mothers

Aga Labus - Magnetic Mystery Mothers
Housemaster
Format: CD

Tatsächlich hat es die Nürnberger Musikerin Aga(the) Labus geschafft, mit ihrem Debüt-Album "Magnetic Mystery Mothers" geschafft, so etwas wie ein modernes Hexen-Manifest der etwas anderen Art zu erschaffen. Musikalisch vollkommen losgelöst von der esoterisch/spirituellen Beschäftigung mit dem Thema Weiblichkeit agiert Aga Labus dabei mit Mitteln der Rezitation, der avantgardistischen Klang-Installation, Doom-Pop, Club- und TripHop-Versatzstücken, am atonalen herumlavierenden Gesangsarrangements, verdrehter Folklore, schrulligen Worlbeat-Percussion-Backings und klassischen Piano-Balladen. Inhaltlich geht es bei ihrer Art des Frauenlobs um Feminismus, Politik, archaische Matriarchats-Ansprüche, Spiritualismus, kosmische Urgewalten und Female-Empowerment in jeder Richtung. Und zwar multilingual auf Englisch, Deutsch und Polnisch. Um der Sache Nachdruck zu verleihen, tat sich Aga Labus zu diesem Zweck mit weiblichen Mitstreiterinnen zusammen, wo immer das möglich war - denn insbesondere auf der technischen Ebene ist das Musikbusiness ja weitestgehend in der Hand von Männern. Logisch, dass es hier nicht um Popmusik im klassischen Sinne gehen kann - und auch als klassische Singer/Songwriterin möchte sich Aga Labus wohl kaum sehen. Ein reines politisches Statement stellt diese Scheibe indes auch nicht dar. Die Frage, was uns Aga Labus also eigentlich sagen will, muss die geneigte Hörerin dann selbst herausfinden - was aber vielleicht ja sogar in der Absicht der Künstlerin lag.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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