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Tonträger-Review
 
Fjørt - Nichts

Fjørt - Nichts
Grand Hotel van Cleef/Indigo
Format: LP

Starkes Stück: Fjørt eröffnen ihre neue Platte mit einem über sechs Minuten, sehr, sehr sperrigen, fast schon walzenden Brocken. Wenig Tempo, viel Geschrei, noch mehr Atmosphäre. Was geht hier ab? So einiges. Alleine eben dieser Titeltrack als Opener ist schon mehr als nur ein Song. So viel mehr steckt da drin. Stark. Und nicht nur so getan als ob...

13 Songs haben Fjørt auf diese Platte gepackt. Mehr wären schwer zu ertragen. Weil diese Band in Sachen Energie und vor allen Intensität und Emotionalität mal wieder komplett am Limit spielt. Von der Verkopftheit des Ganzen wollen wir gar nicht reden. Ich wollte die Platte anfangs einfach mal hören. Nicht nebenbei, aber auch nicht nur. Gibt ja immer was zu tun. Aber gut ging das nicht. Was haben sie gesungen? Zurück, hinsetzen, zuhören. Wobei nicht jeder Text kryptisch ist, Fjørt sind hier auch deutlich, direkt und voller Überzeugung. Kurz danach: Haben sie gerade? Was machen sie da? Was war das jetzt? Okay. Lieber mal konzentrierter lauschen. Was aber auch nicht immer geht. Wegen Groove und so, wegen der Wucht, der Härte. So eine unfasslich gute Platte! Immer verspielt, überraschend und auch anstrengend. Schön anstrengend! Häufig brachial, wütend und aggressiv (und hier und da kurz vor dem Level einer Band wie Narziss), aber immer wieder auch mit sanfteren Momenten, ja regelrecht schönen Momenten. "Fünfegrade" zum Beispiel ist fast nur noch Post ohne Hardcore, "Lakk" lässt überraschende Vocals zu. Klappt aber auch. Wie auch alles andere hier klappt. Außer die Sache mit der Platte hören und dabei dies oder das tun. Oder sein.


-Mathias Frank-


"Fernost"
"Schrot"
"Bonheur"

 
 
 

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