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Tonträger-Review
 
Miya Folick - Roach

Miya Folick - Roach
Nettwerk/Bertus
Format: LP

Als Miya Folick 2018 ihr Debüt-Album "Premonitions" veröffentlichte, tat sie das noch in der bei Amerikanern verbreiteten Annahme, dass man Europa ohne auf die Länderspezifika einzugehen von Großbritannien aus promotiontechnisch betreuen könne. Das kann man natürlich nicht - und so kam es, dass bei ihrer ersten Tour in unseren Breiten nur eine Handvoll Fans den Weg zu den Konzerten fanden. Heutzutage ist Miya Folick besser aufgestellt - und der Erfolg stellte sich denn auch ein, als sie zuletzt bei einer Tour mit Dermot Kennedy als Support in Riesen-Hallen aufspielen konnte. Auf ihrem nun vorliegenden zweiten Album "Roach" kommt sie nun auch mit einer neu gefundenen Entschlossenheit daher. Denn anstatt sich - wie auf dem Debüt - zu bemühen, ihre Songs musikalisch möglichst pflegeleicht in Richtung Pop zu dirigieren, besann sie sich auf "Roach" darauf, dass sie dereinst mal als Rockmusikerin gestartet war und wies ihren Co-Writern und Produzenten an (ohne die es in den USA ab einem gewissen Level einfach nicht mehr zu gehen scheint), diesen Gedankengang produktionstechnisch aufzugreifen und präsentiert einen Gutteil des neuen Materials doch mit einer gewissen rockigen Attitüde. Nicht alle der neuen Tracks sind dabei - wie "Get Out Of My House" oder die Akustik-Ballade "Ordinary" - echte Rocksongs, aber zumindest die Haltung stimmt und auch soundtechnisch gibt es einige (wenngleich manchmal gesampelte) Rock-Referenzen. Das passt auch zum inhaltlichen Anspruch, denn hier liefert Miya Folick einen selbstbewussten Rundumschlag in Sachen Empowerment und Abrechnung mit untreuen PartnerInnen - was sich lyrisch in einer klaren Sprache äußert, mittels derer Miya die Dinge beim Namen nennt, anstatt sich wie bislang an Aphorismen und Metaphern abzuarbeiten. Dabei greift Miya auf die Erfahrungen als Teenagerin zurück und lässt diese als Motivation für ihre jungen Elevinnen Revue passieren. "I'm a cockroach and you can't crush me" singt sie in dem Titeltrack "Cockroach" und setzt damit ein Statement in Sachen Widerstandsfähigkeit.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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