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Katie Henry - Get Goin'

Katie Henry - Get Goin'
Ruf/edel
Format: LP

Wir sagten es ja schon mal, dass die Blueserin Katie Henry aus dem Staat New Jersey stammt, in dem eher die Rock-Musik als der Blues den Ton bestimmt. Auf ihrem nunmehr zweiten Album "Get Goin'" bricht Katie mit der Rock-Vergangenheit und erlaubt sich nun den Spaß, sich dieses Mal von der Band des Bluesers Bernard Allison begleiten zu lassen; wobei Allison selbst sich als Musiker, Produzent und Songwriter einbrachte. Dieses Treffen der Generationen (Allison ist annähernd doppelt so alt wie Katie) und der verschiedenen musikalischen Stile, die hier aufeinanderprallen, macht die Scheibe dann zu einem einzigen Showcase der Möglichkeiten. Auch ist "Get Goin'" somit keine reinrassige Blues- oder gar Blues-Rock-Scheibe geworden, sondern bietet sozusagen das Beste aus Blues, Rock, Gospel, Soul, R'n'B, Southern Swing und sogar für Country-Flair, Swamp-Blues, Torchsong-Ästhetik und ein wenig Psychedelia bleibt noch Platz. Dabei ist sicherlich von Vorteil, dass Katie außer als Gitarristin auch als Keyboarderin reüssiert und einen für eine Blueserin betont melodieorientierten, emotionalen Gesangsstil hinlegt, was sich besonders bei den Balladen wie "A Doll's Heart" oder "Wake Up Time" und überhaupt den Songs, die sie weitestgehend alleine geschrieben hat, förderlich bemerkbar macht. Die Bandmitglieder brachten sich mit bemerkenswert inspirierten Beiträgen ein, die weit über eine routinierte Auftragsarbeit hinauszureichen scheinen - insbesondere Keyboarder Eric Roberts begeistert da mit einigen mitreißenden Passagen auf der Orgel und am Piano. Bernard Allison bewies hinter dem Mischpult ein sicheres Händchen darin, jedem Song ein eigenes musikalisches Mäntelchen anzuziehen mit genau die richtigen Akzenten für Katie Henrys brillante Songs zu finden. Es gibt hier eigentlich nur zwei winzige Details zu bemängeln: Der Track "Jump" hätte nicht mitten im schönsten Jam-Finale ausgeblendet werden dürfen und das von Allison geschriebene "Bayou Boogie" hätte von der Substanz her eigentlich gar kein Instrumental bleiben müssen.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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