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Modern English - 1 2 3 4

Modern English - 1 2 3 4
InKind/Membran
Format: LP

Die Band Modern English begann ihre Laufbahn an der Schnittstelle zwischen New Wave und Postpunk in den frühen 80er Jahren - einer Zeit also, in der sich die Welt noch mit den Nachwehen des Punk-Booms beschäftigte und von der besagten Schnittstelle noch gar nichts ahnen konnte. Will meinen: Modern English saßen mit ihrem Mix aus Wave- und Rock-Sounds von Anfang an zwischen den Stühlen. Der Erfolg - und vermutlich auch die Langlebigkeit - des Projektes ergab sich dann über den Zufalls-Mega-Hit "I Melt With You" vom zweiten Album "After The Snow", bei dem die Jungs aus Colchester, Essex die bis heute vorhandenen Versatzstücke ihrer Musik besonders geschickt miteinander kombinierten. Dieser Erfolg ließ sich jedoch nicht wiederholen, so dass sich die Band bereits 1987 zum ersten Mal auflöste.

Inzwischen haben sich Modern English mehrfach neu gegründet und umbesetzt. Seit Ende der 90er Jahre liegen zwischen den Veröffentlichungen der Band dann immer längere Zeiträume. So sind seit dem Release des letzten Albums "Take Me To The Trees" satte acht Jahre ins Land gegangen. Was geblieben ist, ist der Sound und die Original-Besetzung bestehend aus Frontmann Robbie Grey, Gitarrist Gary Conwell, Bassist Michael Conroy und Keyboarder Stephen Walker - und offensichtlich die Motivation. Denn auf dem neuen Album sind eine Menge unglaublich mitreißender, spielfreudig dargebotener und clever konstruierten Genre-Rausschmeißer enthalten. Sogar vor Melodien und Powerchords scheuen die Jungs heute nicht zurück - und bleiben sich dennoch im Wave/Post-Punk Genre treu. Was besonders charmant ist, ist dass die Jungs den Zeitgeist mit politisch motivierten Songs wie "Not My Leader" oder "Plastic (in the sea)" mit einbeziehen. Bemerkenswert auch, dass Modern English 2024 den drei Minuten Pop-Song dabei als Mittel der Wahl entdeckt haben. Dadurch klingen die Jungs gleich 30 Jahre jünger als sie tatsächlich sind. Das ist auch gut so, denn der Versuch, das Konzept mit dem psychedelisch aufgebohrten Kaputnik-Blues-Track "Exploding" altersgemäß experimentell auszuweiten schlägt denn auch eher fehl.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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