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Luka Kuplowsky & The Ryōkan Band - How Can I Possible Sleep When There Is Music

Luka Kuplowsky & The Ryōkan Band - How Can I Possible Sleep When There Is Music
Next Door/Bertus
Format: LP

Puah! Das neue Album des kanadischen Flüster-Jazz-Songwriters Luka Kuplowsky muss sich der geneigte Hörer aber ganz schön erarbeiten. Jenseits aller Assoziationen zu dem, was sich gemeinhin als Unterhaltungsmusik bezeichnen ließe, erschufen Kuplowsky und seine Musiker nämlich ein reichaltiges Pastiche aus Musik, Poesie und buddhistischer Spiritualität. Angeregt von einem Treffen und einer Zusammenarbeit mit dem kanadischen Komponisten Beverly Glenn-Copeland, der Kuploswky und seine Bandkollegin Bianca Palmer in die Mystik des Buddhismus einführte, entwickelte das Projekt schnell eine esoterische Zielrichtung und Kuplowski entschloss sich, die neue Songsammlung (soweit man das avantgardistische Treiben überhaupt noch als solche bezeichnen könnte) an den Schriften und Gedichten so unterschiedlicher Autoren wie Ryokan Taigu, Bohdan Ihor Antonych, Rainer Maria Rilke, Yosana Akiko, Du Fu, Jalal ad-Din Muhammad Rumi, W.W.E Ross, Li Bai, and La Fontaine auszurichten.

Für dieses Projekt benannte Kuplowsky seine Mitstreiter um in The Ryokan Band - um auf die "improvisatorische Weltanschauung" des japanischen, buddhistischen Mönches Ryokans Taigu zu verweisen, denn selbstredend entstand das Geflecht aus jazzigen Rhythmen, Kuplowskys Flüstergesang und hippiesken Elementen wie mäandernden Flöten mit einem gewissen improvisatorischen Hintergrund. Wichtig ist es Kuplowsky, dass Musik und Text (also Poesie) gleichwertig miteinander verwoben werden, ohne dass das eine das andere überlagert. Das erklärt den transparenten und transzendenten Hintergrund der Produktion. Das Ganze ist recht ambitioniert gleich als Doppelalbum angelegt und stellt zweifelsohne Kuplowkys Magnum Opus dar. Aufgrund der Fülle und des Detailreichtums des Materials - und auch der herausfordernden Art, in der es dargeboten wird - empfiehlt es sich indes, ausgerechnet dieses Album portionsweise zu Gemüte zu führen, um nicht von der Masse an Eindrücken überwältigt zu werden.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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