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L'ame Immortelle - Als die Liebe starb

L'ame Immortelle - Als die Liebe starb
Trisol/EFA
Format: CD

Wer die ersten vier Alben von L'Ame Immortelle wirklich gut fand und ihren harten, schnellen Elektrosounds nahestand, der sei gewarnt: Mit "Als die Liebe starb" bricht das nunmehr zum Duo geschrumpfte Gothicensemble aus Österreich mit ihren Konventionen. Schon der Albumtitel impliziert, was zu erwarten ist: Schnulziger Herzschmerz. Die Texte triefen vor Schmalz und könnten mit einer anderen Instrumentierung auch vor dem Publikum der Schlagerparade bestehen. Die englischen Texte sind eins zu eins übersetzt. Ein Engländer, der sich L'ame Immortelles jüngstes Werk anhören würde, der schlüge sicherlich die Hände über dem Kopf zusammen. Genug der Kritik, denn sieht man von den beiden Punkten ab, ist "Als die Liebe starb" ein gelungenes Konzeptalbum. Dieses Mal stimmt bei Thomas Rainer und Sonja Kraushofer einfach alles. Ihre Lieder klingen nicht mehr zwanghaft cluborientiert, sondern entwickeln eine sensible Ader für das Düstere und Abgründige in des Menschen Seele. "Tiefster Winter" indes wird sicher eine Club-Hymne werden. Schließlich kommen auch noch Gitarren zum Einsatz. "Letting Go" rockt astrein im Midtempo, während "Aus den Ruinen" einem die Tränen in die Augen treibt. Befreit von der Last tonnenschwerer Elektronik zeigt Sonja Kraushofer einem, dass sie eine äußerst wandlungsfähige und sensibel agierende Sängerin ist. Fest steht: Diese Wandlung hätte man den Beiden kaum zugetraut. Und ob sie wirklich von Vorteil war, darüber lässt sich sicherlich streiten. Dennoch ist das Album für düstere Winterabende wärmstens zu empfehlen.


-Esther Mai-



 
 
 

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