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Tonträger-Review
 
Dead Man Ray - Berchem Trap

Dead Man Ray - Berchem Trap
Virgin
Format: CD

Ja, ich gebe es zu: Ich gehöre zu jener Sorte engstirniger Puristen, denen englischsingende Bands vom europäischen Kontinent prinzipiell des Epigonentums verdächtig sind. Und so war ich, als ich die Scheibe der aus Antwerpen, Belgien stammenden Band Dead Man Ray auspackte, erst mal ziemlich argwöhnisch wenn nicht sogar voreingenommen.
Die Veröffentlichung bringt die beiden 1998 und 2000 erschienenen Alben "Berchem" und "Trap" und damit das gesamte Oeuvre der Formation um Rudy Trouvé auf einer CD zusammen. Was man da hört, ist ziemlich eigenständiger und rauer Indie-Pop, der sehr erwachsen und durchdacht klingt und bei aller Eingängigkeit alles andere als gefällig ist. Der erste Abschnitt (Berchem) besteht aus einer Reihe recht diverser Songs mit vielen Gitarren, korrekten Samples und ausgefeiltem Arrangement und wenn manches an andere Interpreten erinnern, sind es doch immer verschiedene. Der zweite Teil der Veröffentlichung (Trap) ist vor dem Hintergrund einiger Filmprojekte und Videoinstallationen, an denen die Band beteiligt war, entstanden und hat entsprechend deutliche Soundtrackqualitäten. Die Musik wird düsterer und schwerer zugänglich, auch weniger melodisch und mehr von treibenden Rhythmen getragen.
Dead Man Ray produzieren ihre Songs, indem sie ellenlange Jams einspielen, die sie dann am Rechner zerschnipseln und zu Songs montieren. Das Ergebnis ist auf jeden Fall alles andere als uninteressant und das mit den Texten ist auch nicht so schlimm, die sind nämlich nicht nur englisch sondern auch gut.


-Dirk Ducar-



 
 
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