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Even Vast - Outsleeping

Even Vast - Outsleeping
Painkiller/Mausoleum
Format: CD

Alles klar, ein Raritäten-Demo von The Gathering! Doch Nixen, Even Vast (engl. etwa: "genauso riesig") sind eine sich durch die Vorformation Chaos And Technocracy bereits seit '92 herleitende italienische Gothic-Combo. Unter jetzigem Namen ist man seit '98 zugange, dennoch ist Outsleeping erst das zweite Album der Stiefelmetaller. Schlafmützig oder nur gut ausgeschlafen?

Wie mans nimmt: Wie sehr Antonietta Scilipotis Gesangsstimme nach dem großen Vorbild der kleinen Anneke van Giersbergen von The Gathering klingt, verblüfft wirklich und trägt den geneigten Hörer über die Distanz von ein bis zwei Liedern. Und da - soweit reichen die Parallelen noch - uns' Toni auch nicht direkt mit Hässlichkeit geschlagen ist, kann man sich vorstellen, dass die Freude live auch noch länger hielte.

Vor der heimischen Anlage jedoch beginnt man spätestens bei Track 3, dem ernüchternd simpel gestrickten "She Knows", sich wenigstens ein gelegentliches Anflügelchen von Eigenständigkeit zu wünschen. Oder, dass die Band sich wenigstens nicht ausschließlich von den frühen Gathering-Platten mit Anneke hätte "inspirieren" lassen. Oder, dass Antonietta bei "After All" die ranken Finger von diesen Türklingelsound-Keyboards gelassen hätte...

Und wo wir gerade beim Wünschen sind: Gitarrero Luca Martello mag ein toller Saitenhengst sein. Würde man jedenfalls gerne feststellen und ggfs. abfeiern können, kann man aber nicht, weil das ganze Album mit einem einzigen, unvariierten Gitarrensound, der im Wesentlichen aus einem Brutzel-Overdrive besteht, auskommen muss. "Genauso riesig"? Never ever... Aber Etliches an Potenzial wird doch geboten.



-Klaus Reckert-



 
 
 

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