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Baal - The Supreme Machine

Baal - The Supreme Machine
Virgin/EMI
Format: CD

Da ja jetzt sogar der große Dieter Bohlen amtlich bestätigt, dass das Pop-Business verrückte Typen braucht und da Dänen ja bekanntlicherweise nicht lügen, dürften Baal so ziemlich der wahre Jakob in Sachen spinnerter, grandioser (Gitarren-) Popmusik sein. Was Bjorn Fjaestad und seine Mannen da machen, hat man in dieser Unverfrorenheit schon lange nicht mehr vernommen. Da werden mutig die besten Momente des Glam Rock mit höchst eigenwilligen Arrangements verpackt, die von breiten Gitarrenwänden bis hin zu Kirchenchören reichen. Das aber immer unter der Prämisse, dass ein toller Song keineswegs stört und mehr auch tatsächlich mehr ist. Für Subtilität ist da ebensowenig Platz wie für falsche Bescheidenheit. Für Baal gilt: Was für den klassischen Rock der 70er Jahre funktioniert hat, muss ja heutzutage nicht unbedingt aus ästhetischen Erwägungen falsch sein. Das Rezept geht auf: So viele Hymnen hat man seit der besseren Zeiten von Oasis schon lange nicht mehr vernommen. Aber: Abgekupfert wird hier nirgendwo. Alle Tracks besitzen gewisse Eigentümlichkeiten, die aufhorchen lassen und neugierig machen (insbesondere auf die seltsamen Gedankenwelten von Fjaestad und Co.). Dass besagter Fjaestad in seinen besten Momenten sich geradezu unheimlich nach Michael Stipe anhört, ist dabei eher förderlich - sorgt es doch für ein weiteres Aufhorchen. Mit "The Supreme Machine", ihrer vierten CD, legen die Dänen jedenfalls ihr bisheriges Meisterwerk vor. Eine Warnung sei indes erlaubt: Den einleitenden, sehr seltsamen und verstörenden Opener muss man einfach ignorieren.


-Ullrich Maurer-



 
 
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