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Tonträger-Review
 
John Lee Hooker - Jack O' Diamonds

John Lee Hooker - Jack O' Diamonds
Eagle Records/edel
Format: CD

Blues as blues can, roots as can be - wen das nicht schreckt, sondern animiert, für den lohnt das weiterlesen: Ein Mann und seine Akustik(gitarre), eine Tonne musikalischen Talents, kein Produzent, praktisch keine Aufnahmetechnik, keine Verstärker, keine Effekte... Wir schreiben das Jahr 1949, ein Zeitpunkt, wo bei uns die zahlreichen Großnazis, die den Krieg überlebt haben, langsam wieder zu "Stützen der Gesellschaft werden" - vor allem in Juristerei und Politik. In diesem Jahr nimmt Gene Deitch bei sich zu Hause in Detroit Motorcity den bei ihm im Wohnzimmer musizierenden John Lee Hooker auf, der später als vierfacher Grammy-Gewinner und Rock'n'Roll Hall Of Fame-Bezieher Weltruhm erlangen sollte. Das lag zwar '49 bereits in der Luft, Hooks erster Hit "Boogie Chillen" fing an, sein Marktpotenzial zu entwickeln, dennoch konnte niemand ahnen, dass der junge, noch einen leicht schepperigen, kantigen Stil pflegende Bluesgitarrist noch derart abräumen würde: Welthits wie "Boom Boom", glühend geliebtes Vorbild von White Boys an' Gals von den Stones über ZZ Top und Van Morrison bis hin zu Bonnie Raitt. Wie's so geht, die Aufnahmen verschwanden in der Versenkung und wurden erst jetzt von Eagle "exhumiert", wie das US-Label das selbst nennt. Well done - diese zu keiner Sekunde langweiligen 61 Minuten belegen neben vielem anderen auch einfach, was ein Mensch allein mit seiner Gitarre und seiner Stimme anzufangen vermag.


-Klaus Reckert-



 
 
 

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