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A Girl Called Eddy - A Girl Called Eddy

A Girl Called Eddy - A Girl Called Eddy
Anti/SPV
Format: CD

Eddy ist der Spitzname von Erin Moran , die hier ihr Debüt vorlegt. Ihre Musik haut in die Kerbe, die man besser nicht als "Contemporary Female Songwriter" bezeichnen sollte, weil das dann doch alles und nichts sagt und sicher für Missverständnisse sorgt. Was meint: Dieser Scheibe ist mit einfachem Schubladendenken und oberflächlichen Betrachtungen nicht beizukommen. Man muss sich Zeit und Muße nehmen, und sich von Eddy in ihre Welt einführen lassen. Und diese erstreckt sich von simplen, aber in dem Fall nicht folkloristischen Folksongs bis hin zu jazzigen Songs, die aber eben kein Jazz sind. Dass Eddy bereits was erlebt hat, im Leben und lieber so lange wartete, bis sie was zu sagen hatte, bevor sie Songs schrieb, hört man dieser Scheibe an. Ihre musikalischen Vorbilder - von Brian Wilson bis zu Todd Rudgren - eher weniger. Diese CD steckt voller Widersprüche, die sich z.T. auch in den Songs widerspiegeln: Ist das nun eine gesungene Melodie über einem statischen Background oder umgekehrt? Will dieser oder jener Song vielleicht lieber etwas anderes sein? Kann man sich eigentlich dermaßen intensiv von innen nach außen kehren, ohne nachher ganz nackt dazustehen? Gerade diese Unwägbarkeiten, die jeder dann mit sich selbst ausmachen muss, machen die Scheibe interessant. Das alles wird von Richard Hawley (Pulp) behutsam und elegant in Szene gesetzt. Denn - so sagt die aus New Jersey stammende Eddy - sie fühlt sich ziemlich englisch an. A Girl Called Eddy ist - ähnlich wie Dayna Kurtz - eine lohnenswerte, und vielschichtigere Alternative zu eigentlich angesagteren Acts dieser Art.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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