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U2 - How To Dismantle An Atomic Bomb

Platte der Woche

KW 48/2004


U2 - How To Dismantle An Atomic Bomb
Island/Universal
Format: CD

Natürlich waren die Erwartungen an dieses Album riesengroß, aber wer hätte ernsthaft daran gedacht, dass U2 25 Jahre nach ihrer Debütsingle ihr bestes Album abliefern? Genau das tun sie nun aber, und das scheinbar ganz mühelos. Die Iren klingen auf "Atomic Bomb" nicht nach den Superstar-Rockern von "All That You Can't Leave Behind", nicht nach den Weltverbesserern von "The Joshua Tree", nicht nach den Vergangenheitsbewältigern von "Rattle & Hum", noch nicht einmal nach den Pop-Experimentalisten von "Zooropa". U2 klingen einfach wie eine Band, die gerne große Rock- bzw. Popsongs schreibt, und das gelingt ihnen auf diesem Album ganz hervorragend. Mit Ausnahme des etwas fehlgeleiteten "21st Century Blues" namens "Love & Peace Or Else" ist hier jeder Song ein gottverdammter Hit. Bei einigen der rockigeren Songs klingt Bonos Gesang zwar teils unnötig windschief nach "live and first take", doch die Band gleicht das mit einigen Knaller-Performances wieder aus. U2 haben selten mehr gerockt als bei "Vertigo" oder "All Because Of You", doch die Härte steht ihnen großartig zu Gesicht. Je episch-poppiger die Songs werden, desto besser wird auch Bono. Fast scheint es, als hätten sich U2 von Coldplay und Co. daran erinnern lassen, dass kaum jemand bessere Breitwand-Songs schreiben kann als sie. Dass die Nummer, die am meisten an Coldplay erinnert, ausgerechnet "Original Of The Species" heißt, mag man da schwerlich für einen Zufall halten. Mit "Atomic Bomb" ziehen U2 allerdings nicht nur mit den Epigonen gleich, sondern legen die Messlatte sogar noch ein gutes Stück höher.


-Carsten Wohlfeld-



 
 
 

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