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Compilation - Give Us Moore - Gary Moore Tribute

Compilation - Give Us Moore - Gary Moore Tribute
Lion Music/Century Media Records
Format: CD

Für dieses Tribute-Album für den irischen Saitendreschflegel (Skid Row, Colosseum II, Thin Lizzy, Greg Lake, Solo) wurden teils recht unvermutbare bis wunderliche Beiträger gewonnen, was die Compilation zumindest interessant hat werden lassen. Die Songauswahl konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf Moores Soloschaffen im Rockmainstream. Das heißt, die spannende Fusionzeit mit Colosseum oder Moores mehr oder weniger unglücklich verlaufene Liebe zum Blues (vgl. entsetzlich langweilige Alben wie "Scars") sind hier nicht dokumentiert.

Dogpound etwa überraschen mit einer saftigen Fassung des damals im Duett zwischen Moore und Ozzy O. gesungenen "Led Clones", bei der nun Produzent Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) die Strophen bringt - keine Offenbarung, aber auf alle Fälle ungewöhnlich. Die inzwischen auf nur noch eine Sängerin reduzierten niederländischen Proggies Arabesque entschieden sich für das mittelalte "She's Got You", das ihnen aber nicht besonders zu liegen scheint oder aber sich vielleicht auch nur mit weiblichen Vocals und Rene Ubachs Fiepkeyboards nicht gut verträgt. Die deutsche AOR-Truppe Domain geht mit "Over The Hills And Far Away" durch, wobei angenehm auffällt, dass Sänger Carsten "Lizard" Schulz bei solchem Fremdmaterial einfach viel weniger quengelt als sonst.

Für die alte Schmusebacke "Empty Rooms" fanden sich der schwedische Shredderklampfer Thorbjorn Engl und mit Sängerin Stella Tormanoff (die neben ihrer angenehmen Altstimme auch das Artwork der Scheibe beisteuerte) zusammen. Einigermaßen erwartungsgemäß fällt der Zusammenstoß von Mark McGee And Luvplanet mit "Don't Take Me For A Loser" aus - die ehemals erdige Nummer verwandelt sich in glatten 80s Rock. Primär dem Saitenvirtuosen Moore huldigt Arabesque-Gitarrist Joop Wolters mit dem wunderbaren Instrumental "The Loner", sein Spiel vermag aber Moores ursprünglicher, sehr eindringlicher Fassung nichts hinzuzufügen.

Das vielleicht heisseste Eisen auf "Give Us..." packt Ausnahme-Basser / -Gitarrist Eric Sands mit "Military Man" an, hatte das Stück doch im Original noch Blechliesels Phil Lynott gesungen. Diesen sakrileghaften Job übernimmt auf dieser, von Tempo und Druck her eher zurückgenommenen Fassung Marc Bryant ("Naked Son") - und gar nicht mal schlecht. Hier kocht der Chef selbst: "Parisienne Walkways" hat sich Lion Musics Labelboss und Meistergitarrist Lars Mattsson (u.a. Astral Groove, Condition Red, Winterlong, Solo) selbst vorbehalten. Das gelingt saitentechnisch auch hervorragend, über Mikaela Mattssons eher kindliche Gesangsbeiträge auf diesem Klammerblues hingegen kann man deutlich geteilter Meinung sein. Wie über dieses ganze Tribute-Unterfangen. Man könnte versucht sein, mit dem Titel eines alten, prächtigen Live-Albums des Meisters "We Want Moore" zu rufen...



-Klaus Reckert-



 
 
 

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