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Jake E. Lee - Retraced

Jake E. Lee - Retraced
Shrapnel/Mascot/Rough Trade
Format: CD

Chris Logan in der Form seines Lebens: War der Sänger bei seinen Beiträgen zu u.a. der Michael Schenker Group eher unwohltuend aufgefallen (andere Stationen waren etwa Pat Travers, Kevin DuBrow, Outlaw Circus, Worlds Within), verblüfft er auf Jake E. Lees Soloalbum (u.a. Ratt, Rough Cutt, Badlands) mit den einfühlsamsten Interpretationen, die zumindest der Rezensent je von ihm zu hören bekam. Die Plattform hierfür liefert dieses von Mike Varney angeregte Comeback des ehemaligen Ozzy-Gitarristen und Co-Autoren Lee, der dafür nach eigenen Aussagen nach einjähriger Pause seine bereits eingestaubte Gitarre sowie die noch viel staubigeren Stücke vorkramte, die ihn einmal als Gitarristen geprägt hatten. Varney scheint ebenfalls die Zusammenstellung der musikalischen Spießgesellen Lees arrangiert zu haben, denn mit Tim Bogert (bss; u.a. Vanilla Fudge, Cactus, Beck Bogert Appice) und Ainsley Dunbar (drms; u.a. Frank Zappa, Whitesnake, Journey) hatte er auch schon seine andere Jam-Band, den Schenker Pattison Summit sowie Leslie Wests letzten Bluesalben (vgl. die entspr. Rezensionen auf Gaesteliste.de) ausgestattet.

Was nun "Retraced" so ganz anders und wunderbar macht, ist neben Lees bekannt virtuosem, dabei stets uneitel songdienlichem Rhythmus- und Solospiel vor allem Logans Fähigkeit, jeden der alten hier enthaltenen Klopfer wirklich zum Leben zu bringen, so dass man gleichzeitig Neues entdecken wie sich wiedererkennend freuen kann. Paradebeispiel ist etwa die Glenn Hughes-Nummer "Way Back To The Bone", bei der es Logan gelingt, bis zum Kopfstimmentremolo den ganzen Soul der "Voice Of Rock" nachzuempfinden. Auch die riskante Nagelprobe von Frees "I'll Be Creeping" gerät dem Trio zum Triumph, hier schafft es Bogert, Andy Frasers schwernachahmlich pumpende Basslinien noch zu forcieren und Logan singt wie der junge Paul Roders - also wie ein junger Gott. Weitere einfach schöne Wiederbegegnungen gibt es mit "Love Is Worth The Blues" (West, Bruce & Laing), "I Come Tumbling" (Grand Funk Railroad), "Guess I'll Go Away" (Johnny Winter) oder "I Can't Stand It" (J. Dewar / R. Trower).



-Klaus Reckert-



 
 
 

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