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Tonträger-Review
 
Alabama 3 - Outlaw

Alabama 3 - Outlaw
One Little Indian/Rough Trade
Format: CD

Also, wenn diese Scheibe mal nicht eine ausgezeichnete musikalische Analogie zu dem hierzulande etwas untergegangenen Film "Plunkett & MacLeane" ist... Darin geht es um zwei typisch britische Highway-Robber aus dem 18. Jahrhundert - wobei der Soundtrack des Kostümspektakels aus moderner Tekkno-Musik besteht. In etwa so, nur umgekehrt muss man auch "Outlaw" verstehen. Es geht um die zwielichtigen Helden der Landstraße, die zwar stehlen, rauben und marodieren, die aber dennoch irgendwie cool sind. Wie zum Beispiel der legendäre Train Robber Bruce Reynolds, den Rob Spragg (alias Larry Love) bei einem Festival kennenlernte, und dessen Geschichte ihn dann zu dem entsprechenden Song auf "Outlaw" inspirierte. Outlaws - besonders britische - sind also cool wie Alabama 3. Die Jungs um Rob Spragg und Jake Black (Wayne Love) wissen ja nun bestens, wie man Country, Soul und Twang mit Tekkno, Beats und Psychedelia verquickt. Auf ihrer vierten CD klingt diese Melange jedenfalls stimmiger und (was angesichts des doch eher gegensätzlichen Ausgangsmaterials ja fast schon beängstigend ist) logischer denn je. Auch noch eine Prise verrückter. Und dann gibt es gleich auch noch ein neues musikalisches Feld, das mit Hingabe beackert wird: Der Gospel according to Alabama 3 - und zwar die volle Dröhung mit Chor und allem was dazugehört. Und das ist dann eine besonders sinnenfreudige Art von Gospel, der eher der Sünde als dem Herrn zu huldigen scheint. Das ist aber ganz okay so, denn so ganz ernstnehmen darf man Alabama 3 ja auch wieder nicht. "Outlaw" ist aber dennoch ihr bislang bestes Album geworden.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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