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Peeping Tom - Peeping Tom

Platte der Woche

KW 21/2006


Peeping Tom - Peeping Tom
Ipecac/Soulfood
Format: CD

Vor fast drei Jahren schrieben wir: Vermutlich würden Faith No More heute wie Tomahawk klingen. Heute schreiben wir: Vermutlich würden Faith No More heute wie Peeping Tom klingen. Mike Patton hat mal wieder ein neues Projekt und gibt sich mit diesem zahm und zugänglich wie seit dem FNM-Split nicht mehr. Keine Spur von Fantomas oder Mr. Bungle, kein Spur von Chaos und keine Spur von Verwirrung. Pop heißt das Zauberwort. Aber natürlich im Patton-Style...

Denn wie sagte Patton jüngst in einem Interview: "Mein Begriff von Pop ist nicht der eines Mädchens, das Kylie Minogue hört." Sein Begrif von Pop ist eine eingängige und manchmal wirklich logische Scheibe, auf der aber mächtig gefrickelt und gemeuchelt, verwirrt und aufgeklärt und hemmungslos gespielt wird. Auf der Patton seine einzigartige Stimme in den Vordergrund stellt, auf der er der Boss ist, auf der sich aber auch eine Menge unterschiedlicher Gäste tummeln. Mit Rhazel und Dan The Automator (Head Automatica) wird "Mojo" zu einer poppigen FNM-Verneigung, "Getaway" mit Kool Keith ist reinster Hip Hop, "Kill The DJ" sicher auch dank Massive Attack lässig und elektronisch und wenn Patton und eine gewisse Norah Jones sich ein Mikro teilen, dann kann "Sucker" nur jeden Neo-Jazzer verschrecken und trotzdem ungemein herrlich, weil böse und verstörrend werden. Und so hat dieser Silberling aufgrund seiner Stil- und Gastvielfalt zwar einen Compilation-Charakter, wirkt aber durch Pattons Stimme und seinen tatsächlichen eigenen Stil trotzdem rund. Und so verdammt gut...



-Mathias Frank-



 
 
 

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