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Pajo - 1968

Platte der Woche

KW 32/2006


Pajo - 1968
Drag City/Rough Trade
Format: CD

David Pajo ist so etwas wie die graue Eminenz des Indie-Rock. Der Sidekick von u.a. Will Oldham und Frontmann des Projektes Papa M. baut auf dieser zweiten CD unter eigenem Namen seinen Nimbus als unauffälliger Grabenkämpfer der Szene weiter aus. Ähnlich wie Kollege Chris Brokaw hat er bei seinem Tun mittlerweile die verlässliche Faszination ruhiger, akustisch orientierter musikalischer Kontemplationen entdeckt - nicht ohne seine Vergangenheit dabei über Bord zu werfen.

Obwohl er hier mehr singt als bislang und sich songwriterisch in Gefilden bewegt, die durchaus auch Oddballs wie Elliott Smith zur Ehre gereichten, legt Pajo auch immer großen Wert auf instrumentelle Passagen. Das Ergebnis ist in diesem Fall eine Art Kunst- oder Post-Rock-Songwriting. Angeblich wurden die Songs des neuen Albums von Horror-Filmen inspiriert. Das aber kann man wirklich nicht heraushören. "1968" klingt geradezu friedfertig, entspannt und versöhnlich. Und eine weitere Entwicklung gibts zu vermelden: Wer Pajo ein Mal live, als Multiinstrumentalist erlebte, der wird so recht seine Zurückhaltung auf seinen Scheiben nicht nachvollziehen haben können. Hier schaltet er jetzt mal einen Gang rauf und schachtelt akustische und elektrische Gitarren und psychedelische Keyboards vergleichsweise vielfältig aufeinander. Wenn er es jetzt noch schafft, seinem verhuschten Gesang eine Note Dringlichkeit hinzuzufügen, dann könnte aus David Pajo durchaus mal ein gleichwertiger Kollege zu etwa Bill Callahan o.ä. erwachsen.



-Ullrich Maurer-



 
 
 

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