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Tonträger-Review
 
Kings Of Leon - Because Of The Times

Kings Of Leon - Because Of The Times
RCA/Sony BMG Music
Format: CD

Hohe Erwartungen sind immer so eine Sache. Die Kings Of Leon haben sich mit ihren beiden bisherigen Alben "Aha Shake Heartbreak" und besonders dem Erstling "Youth And Young Manhood" (der alles beinhaltete, was man sich wünschen kann, wenn man in diesem Lebensabschnitt steckt) große Erwartungen verdient. Fast ist es gar nicht mehr überraschend, dass "Because Of The Times" dagegen etwas abfällt. Der Opener "Knocked Up" ist zwar ein schön psychedelischer, künstlich in die Länge getriebener Song über eine Liebe, die den Konventionen widersteht, sowas wie eine Led-Zeppelin-Version von Madonnas "Papa Don't Preach" aus männlicher Sicht ("she don't care what her momma says, no she's gonna have my baby"), doch bereits "Charmer" mit seinem hysterischen Gekreische geht tödlich auf die Nerven. "On Call" treibt das Leid an der bis zum Exzess gesteigerten Einfallslosigkeit gar bis kurz vor die Bon Jovi-Grenze - erstaunlich, dass gerade dieser Song zur Single wurde. "McFearless" dagegen begeistert wieder mit einem hinreißend verqueren Rhythmus und "My Party" dürfte ein echter Kracher für jede ebensolche sein, ebenso wie das verhaltene "The Runner" jeden Feuerzeughersteller in der amerikanischen Wüste glücklich macht. So geht es weiter mit einem Album wie eine Berg und Tal-Bahn, bei dem sich stille Andacht und kleine Enttäuschungen zuletzt die Waage halten. Caleb Followill sollte sich seine Stimme übrigens in Gold gießen lassen, denn ob man sie mag oder nicht - überhören lässt sie sich keineswegs. Immer wieder eine seltsame und lohnende Erfahrung, diese Band.


-Tina Manske-



 
 
 

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