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Tonträger-Review
 
Benjamin Biolay - Trash Yéyé

Benjamin Biolay - Trash Yéyé
Labels/EMI
Format: CD

In einer Woche, an der es an frankophilen Veröffentlichungen ja wahrlich nicht mangelt, langt auch Benjamin Biolay der Gottvater des "Neo-Chansons" wieder zu. Nachdem er mit seinem bislang ambitioniertesten Werk "A L'Origine" einen kommerziellen Schiffbruch hinnehmen musste - den ersten in seiner Karriere -, scheint er mit dem neuen Album erst recht beweisen zu wollen, wie nonchalant er mit den Möglichkeiten eines modernen Musikbusiness umzuspringen weiß. Inspiriert von einer Begegnung mit Ambrosia Parsley (Shivaree) spielte er das Album sowohl in Frankreich, wie auch in den USA (und zwar in Woodstock) ein. "Trash Yéyé" - eine sicherlich augenzwinkernde Anspielung auf französischen 60s Pop - setzt dabei eigentlich nahtlos die Linie fort, die Biloay mit "A L'Origine" einschlug. Und die führt - wenngleich weniger bombastisch - immer mehr weg vom klassischen Chanson hin zu einer ganz eigenen, Biolay-typischen Vision. Auch wenn er - besonders bei akustischen Nummern - zuweilen noch den traurigen Troubadour mimt, gibt es ansonsten höchst moderne, innovative Sounds zu vernehmen, bei denen auch (organische) Elektronik eine zunehmende Rolle spielt. Dass Biolay einen eigenen Stil hat, wurde bislang eher an seiner typisch schlafmützigen Art deutlich, seine Texte mehr dahinzuflüstern als zu singen. Dieses Werk ist jedoch - trotz der nach wie vor großen stilistischen Stilbreite - wie aus einem Guss. Wer nach einem Musterbeispiel zeitgenössischer, intelligenter französischer Popmusik sucht, der wird hier fündig werden.


-Ullrich Maurer-



 
 
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