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Tonträger-Review
 
Madonna - Hard Candy

Madonna - Hard Candy
Warner Music
Format: CD

Was für eine Enttäuschung! Nachdem Madonna in den letzten Jahren immer wieder eindrucksvoll bewiesen hat, dass sie auch nach mehr als 25 Jahren als Superstar Musik am Puls der Zeit fabrizieren kann, geht sie mit ihrem neuen Werk auf Nummer sicher. Anstatt selbst Trends zu setzen, liefert sie dieses Mal lediglich genau das ab, von dem sie glaubt, dass es ihr zuletzt schwindendes Publikum in den USA hören will. Hatte sie auf ihren letzten Alben zumeist mit unbekannten europäischen Produzenten zusammengearbeitet, sind es folglich dieses Mal US-Superstars, die Maddie zur Seite standen. Doch auch wenn Timbaland, Justin Timberlake und Danja auf der einen und Pharrell Williams alias The Neptunes auf der anderen Seite ohne Zweifel große Könner sind - ihre Handschrift ist zu deutlich, zu unsubtil eingebracht, um "Hard Candy" als "echtes" Madonna-Album durchgehen zu lassen.

Natürlich haben Maddies Kollaborateure auch in der Vergangenheit den Produktionen ihren Stempel aufgedrückt (man denke nur an die sensationelle "Ray Of Light"-LP mit William Orbit an den Reglern), dennoch entstand daraus stets etwas Neues, das man zuvor so noch nicht gehört hatte, während auf "Hard Candy" zu vieles klingt wie alles andere, was aus dem vor sich hin plätschernden US-Formatradio zu uns herüberschwappt. Dass dann noch Justin Timerlake (bei der Vorabsingle "4 Minutes") und Kayne West (bei "Beat Goes On") als Special Guests verpflichtet wurden, erscheint in diesem Licht auch eher als Marketingtrick denn als ernstgemeinter Ausdruck künstlerischer Weiterentwicklung. Die echten Highlights sind rar gesät. Das als zweite Single vorgesehene "Give It To Me” ist eine federleichte, humorvolle Popnummer mit Potential zum Sommerhit, "Miles Away" ist so gut, dass der Track die auf Hochglanz getrimmte Produktion von Timbaland und Co. gar nicht gebraucht hätte, und "She's Not Me" ist ein brillanter Clubtrack, der andernorts bereits treffend als Zusammenfassung von Madonnas gesamter Karriere in fünf Minuten beschrieben wurde, doch das war's dann fast auch schon an Glanzlichtern. "Hard Candy" ist keine wirklich schlechte Platte, aber eine, die für den Standard, den wir von der Queen Of Pop gewohnt sind, doch unerwartet langweilig ist.



-Simon Mahler-



 
 
 

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