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Tonträger-Review
 
Kettcar - Sylt

Kettcar - Sylt
Grand Hotel van Cleef/Indigo
Format: CD

Drei Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen, bevor Kettcar nun mit "Sylt" ihr drittes Werk abliefern. Beim ersten Durchhören fällt gleich auf, dass die Band erwachsen(er) geworden ist. Während "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" (2005) mitunter noch erfrischend und teils bittersüß romantisch war, agiert man nun auf "Sylt" wesentlich sachlicher und nüchterner, und setzt sich textlich eher kritisch mit unserer Gesellschaft auseinadereinander - logisch, daß es dabei nicht ohne eine gehörige Portion Melancholie geht. Das ruhige "Verraten" ist dabei so einer dieser Songs, die einem nicht zuletzt aufgrund des großartigen Textes wirklich nahe gehen. Demgegenüber stehen dann wiederum wahre (Indie-)Rockperlen wie "Dunkel", "Nullsummenspiel", "Kein außen mehr", das wirklich amtliche "Graceland" oder das mit ungewöhnlicher und düsterer Elektronik versehene "Fake For Real".

Ohne Zweifel ist der Band um Chefdenker Marcus Wiebusch mit "Sylt" eine wahre Großtat in Sachen deutschsprachigem Indie-Rock/-Pop gelungen, das unter'm Strich eher auf die feinen, ruhigen und melancholischen Töne und Feinheiten setzt, was die ganze Sache aber keineswegs langweilig macht. "Sylt" ist dabei sicherlich ein Album, das man vermutlich nicht in jeder Lebens- bzw. Gefühlslage hören kann bzw. sollte, aber um es mit dem abschließenden Song des Albums auszudrücken: "Wir werden nie enttäuscht werden".



-Marco Zimmer-



 
 
 

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