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Interview-Archiv

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KOCHKRAFT DURCH KMA
 
Erstmal frühstücken
Kochkraft durch KMA
Man muss es einfach mal pragmatisch sehen. Da feiern wir die neue Platte von Kochkraft durch KMA und sagen das auch der Band, teilen aber auch unser kleine Problem: "Ich wusste öfter aber nicht, ob ich mich auf die Musik oder die Texte konzentrieren soll. Beides war zu viel. Weil so viel passiert! Was soll ich nur machen?" Und was antwortet Drummer Beray Habip: "Juhuu, du kannst die Platte mehrmals hören!" Sollte man tun, muss man tun. Es lohnt sich. "Alle Kinder sind tot" ist eine aufregende Elektropunk-Platte, die gleichzeitig sehr viel mehr als nur Elektropunk ist. Sie ist Rap und Lärm und Noise und Wut und Engagement. Sie ist ziemlich aufregend und richtig gut.
Hektische Musik, Texte mit Inhalt – wie muss man sich euch bei einer Bandprobe oder auch beim Songwriting vorstellen?
Gar nicht mal so wild, wie man es sich vorstellen würde: Wir treffen uns, frühstücken erstmal ausgiebig, diskutieren lautstark alle möglichen Themen, die die Band und uns persönlich gerade so beschäftigen, bauen unsere Sachen auf, probieren ein bisschen Musik zu machen und am Ende kommt dann irgendwas raus, was nur in dieser Kombination rauskommen kann. Wir sind jedes Mal darüber erstaunt, dass wir nach Tagen des Herumfuchtelns irgendwie etwas herausbekommen, was uns selbst gefällt.

Könnt ihr euch schnell auf Text, Sound etc. einigen oder wird viel diskutiert und gebastelt, bis alle zufrieden sind?
Es kommt auf den Song an. Manchmal dauert es ewig und wir müssen sehr viel ausprobieren. Manchmal geht es ganz schnell. Beispielsweise ist das instrumentale Grundgerüst und die Haltung unserer Single "Alle Kinder sind tot" in nur einer Stunde entstanden. Wohingegen "Mancave" einige und viele Tage mit noch ganz viel mehr Abstand dazwischen brauchte.

Was ist die größte Schwierigkeit, aus einem Song einen sehr guten Kochkraft-Song zu machen?
Gibt es überhaupt sehr gute Kochkraft-Songs? Wir haben doch nicht mal gute. 

Was kommt denn zuerst? Texte und ihr packt Musik drüber oder textet ihr zur Musik?
In den meisten Fällen entsteht die Musik zuerst. Danach kommt der Text. Und dieser verändert im Studio dann wieder die Musik. 

Mit welchem Anspruch geht ihr an ein Album, was muss es haben, was darf nicht passieren?
Da wir eigentlich sehr offen für verschiedenste Experimente sind, gibt es nie wirklich ein musikalisches Konzept, was die Songs miteinander verbindet. Wir machen einfach Songs, die uns im besten Fall gefallen. Das wars. Die Kombination der Menschen, die an den Songs arbeiten, sind im Grunde genommen schon Konzept und Vorgabe genug.

Wird ein musikalisch schlechter Song mit richtig gutem Text zu einem richtig guten Song?
Na klar! "Die Ärzte" sind doch hier ein hervorragendes Beispiel.

Wieso Songs mit Sperling, Riffs von Grossstadtgeflüster und Leitkegel? Was gab’s erst – Song oder Feature?
Wir finden die Menschen hinter den genannten Bands einfach toll und hängen gerne mit ihnen rum. Bei "Alle Kinder sind tot" mit Sperling hatten wir von vornherein die Idee, dass ein Text und ein Feature von und mit Jojo perfekt passen würde. Bei Grossstadtgeflüster passte es einfach sehr gut, da wir ja für ein paar Konzerte zusammen auf Tour gegangen sind. Bei Leitkegel wars auch von vornherein die Idee, zusammen zu arbeiten. Wir sind Fans von Features, weil diese etwas Neues reinbringen, was wir in unserer eigenen Runde so niemals gemacht hätten. Und wir sind viel mit anderen Bands in Kontakt, sehen uns bei Festivals und Shows und irgendwie ist es ja auch doof, wenn alle nur für sich ihr eigenes Ding machen. 

Ihr habt Cock Am Ring miterfunden. Wie lief es und wie gehts damit weiter?
Cock am Ring im Allgemeinen lief richtig toll. Wir haben sehr viel positive Resonanz bekommen und mit dem ganzen Projekt so viele tolle Künstler*innen kennengelernt. Natürlich blieben auch die vielen Hasskommentare von merkwürdigen Menschen im Netz nicht aus. Aber das gibt uns auch das Gefühl, dass wir da irgendwo ins Schwarze getroffen haben. Wie es damit weiter geht, können wir noch nicht sagen. Wir möchten uns erstmal weiter auf die Arbeit mit Kochkraft konzentrieren.

Wie ist es so auf Uncle M und wieso seid ihr genau auf diesem Label?
Wir lieben Labelchef Mirko und arbeiten sehr gerne mit ihm zusammen. Er ist ein kreativer, inspirierender, niemals locker lassender Mensch, der uns fordert und uns so viel mehr ermöglicht, als es für uns alleine überhaupt machbar wäre. Zusammen mit unserem lieben Booker und Manager Patrick bildet er ein tolles Team. Aber eigentlich sind wir da auch nur, um endlich mal den gnadenlos hohen Durchschnitt an weißen Männerbands zu sprengen. Zwinkersmiley.
Wenn man euch noch nie live gesehen hat - was könnt/macht ihr live besonders gut und was muss vielleicht noch besser werden?
Wir hatten bisher auch nie die Chance, uns selbst live zu sehen. Lass doch mal zusammen zu 'nem Konzert von uns gehen. Die Tourdaten werden bestimmt bei euch hier irgendwo eingeblendet.

23.09.2022 Hamburg, Reeperbahn Festival (FC St. Pauli Fanshop - 20 Uhr)
06.10.2022 Hamburg, Indra
07.10.2022 Köln, E-Werk (Support für Grossstadtgeflüster)
08.10.2022 Hildesheim, Kufa
09.10.2022 Berlin, Cassiopeia
14.10.2022 Schüttorf, Komplex
15.10.2022 Köln, artheater
19.10.2022 Oberhausen, Turbinenhalle (Support für Grossstadtgeflüster)
20.10.2022 Wiesbaden, Schlachthof
21.10.2022 Bochum, Rotunde
25.03.2023 Husum, Speicher (Support für Grossstadtgeflüster)

Was macht ihr neben der Band noch, was habt ihr vor der Band gemacht und was muss man über euch unbedingt noch wissen?
Gerade zu Album-Release Zeiten fühlt es sich so an, als würde man eigentlich gar nichts anderes mehr machen, als für die Band zu arbeiten. Aber gut, irgendwo muss ja das Geld herkommen. Wir sind neben der Band tief verwurzelt in verschiedenen künstlerischen Szenen und toben uns da aus. Da ist alles dabei von Musik mit anderen Bands und Künstler*innen produzieren, Theatermusik schreiben, Podcasts produzieren, Musik im Fernsehen machen bis hin zu Lektorinnenarbeit.
Welche Frage wünscht ihr euch, die euch noch nie gestellt wurde? Und wie wäre die Antwort auf diese Frage?
"Was bedeutet das KMA?" - Es bedeutet "KMA".
Weitere Infos:
www.kochkraft.band
www.facebook.com/kochkraft.durch.kma
www.instagram.com/kochkraft.durch.kma
www.kochkraft.band/cock-am-ring-home
Interview: -Mathias Frank-
Foto: -Nicki Frenking-
Kochkraft durch KMA
Aktueller Tonträger:
Alle Kinder sind tot
(Uncle M)
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