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MERCY KILLERS
Mercy Killers
Mit "Bloodlove" haben die Mercy Killers ihr Debüt via Hellcat veröffentlicht und dürften mit diesem Punkrocker und Horror-Freaks gleichermaßen unterhalten. Denn die Band um Chris Fairbaugh kombiniert schmutzige Streetpunk-Klänge mit düsterem, melancholischen und melodischen Horrorpunk und setzt sich damit einerseits zwischen die Stühle, fällt aber gleichzeitig aus der Reihe und damit auf. Und wenn das Ganze dann auch noch so viel Spaß macht, haben die Mercy Killers einerseits alles richtig gemacht und es sich andererseits verdient, die zehn Fragen von Gaesteliste.de beantworten zu dürfen.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Für mich ist gute Musik immer ehrliche Musik, die Herz hat und der Musik und der Kunst wegen entstanden ist und nicht um Geld zu verdienen oder Mädchen zu bekommen. Gute Musik macht man, weil man das Gefühl hat, dass man für sich etwas Schönes erschaffen muss. Heutzutage geht so viel verloren, denn alle gehen Kompromisse ein, um einen Deal zu bekommen und von der Musik leben zu können. Um es noch deutlicher zu machen: Gute Musik gab es weit vor 1970, in den Zeiten von Motown und Soul, Rock N Roll und der Big Bands. Damals waren es noch richtige Musiker. Es gab keine Pro Tools, keine Tabulaturen und kein MTV. Damals war es ein Mikrofon, man suchte sich die besten Musiker, die man finden konnte und hatte nur ein paar Takes, um alles richtig zu machen. Daraus entstand großartige Musik direkt aus dem Herzen.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Ich glaube nicht, dass wir einen Haupteinfluss haben. Natürlich gibt es Bands, die wir mögen, aber keine, nach denen wir klingen wollen. Ich persönlich schreibe zwar die meisten Songs, höre aber um ehrlich zu sein gar nicht mal so viel Musik. Als ich die Songs geschrieben habe, hörte ich Nick Cave, Depeche Mode, Heavens, Johnny Cash, alte Sachen von Tom Petty, viel Phil Spector oder die Beach Boys.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil wir meiner Meinung nach wie keine andere Band klingen. Wir spielen hart, doch mit viel Emotionen. Oberflächlich klingen wir vielleicht wie eine dunklere Punkband, aber darunter sind wir ein paar Typen, die mit Punk und Gothic aufgewachsen sind, aber auch vielen bizarren Scheiß mögen. Wir leben, worüber wir singen und wir sind eine ehrliche Band. Und ich denke, dass hört man. Wenn man also Punkrock mag, aber keinen Bock auf Testosteron-Klisches und wiedergekauten Wave-Sound hat, mag man uns vielleicht. Aber auch wenn man Punkrock gar nicht mag, sondern nur irgendwelche Musik hören möchte, könnte man uns mögen.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Ich spiele in Bands, seit ich 15 Jahre alt bin. Das erste Geld waren vielleicht 30 Dollar, weil wir für irgendwen die Show eröffnet haben. Davon habe ich dann vermutlich das Benzin oder ein paar Bierchen für uns und unsere Kumpels gekauft.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Schon als ich zehn Jahre alt war, wollte ich Gitarre spielen. Doch meine Eltern waren dagegen und so bekam ich erst mit zwölf meine erste Gitarre. Ich habe es geliebt, wie sie klingt, ich dachte, Musik käme von einer anderen Welt und es war so cool, sie zu hören. Ich wollte das auch können, ich wollte mehr über dieses mysteriöse Ding namens Musik lernen. Es war magisch und gleichzeitig rebellisch. Musiker schienen mir schon im jungen Alter die einzigen Menschen zu sein, die in einer anderen Welt leben würden und damit habe ich mich sofort identifizert. Mit 18 habe ich mir dann die Hände tatowieren lassen, damit ich sicher sein konnte, niemals regulär arbeiten zu können und gezwungen bin, es als Musiker zu schaffen.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Meine Träume gehen weit über die Musik hinaus, aber viele meiner Träume lebe ich ganz sicher derzeit. Zum Beispiel, dass ich gerade durch die Welt reise und Dinge erreiche, die ich mir schon lange vorgenommen habe.

7. Was war deine größte Niederlage?

Meine größe Niederlage? Das ist eine umfangreiche Frage. Ich denke, ihr meint meine größte musikalische Niederlage. Doch bisher hatte ich stets Glück, wofür ich aber auch hart gearbeitet habe. Ich kann mich jedenfalls an keine Niederlage erinnern und wenn es eine gegeben haben sollte, dann erinnere ich mir daran, wie ich danach wieder aufgestanden und nicht daran, wie ich hingefallen bin. Ich bin ein Optimist.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Derzeit ist es das Musikmachen, das Schreiben und Aufnehmen. Als ich noch jünger war, bedeutete mir das Livespielen noch mehr, aber nun ist es das genaue Gegenteil. Was mich aber noch glücklicher macht, ist, wenn ich andere Leute inspiriere und mit Musik glücklich mache. Und das ist etwas, was sich niemals ändern wird. Ich bin glücklich, wenn andere glücklich sind.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Haben die Republikaner irgendwann einen Song gemacht? Schreibt George W. Bush Songs? Irgendwas in dieser Richtung wird es sein.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Friedrich Nietzsche, weil ich zwar nicht alles, aber vieles von ihm bewundere. Er ist mit vielem selbst unserer Zeit vorraus. Dann auch Vlad Dracula, weil er interessant, stark und leidenschaftlich war. John Kennedey, einfach um ihn zu treffen und zu sehen, wie Hoffnung aussieht. Und Joe Strummer, Johnny Cash, Nick Cave, David Gahan, Shane McGowan und Chris Martin.

Weitere Infos:
www.myspace.com/mercykillers
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
Mercy Killers
Aktueller Tonträger:
The Fear Is What Keeps Us Here
(Hermans/Epitaph)


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