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ERIK COHEN
Erik Cohen
Am kommenden Freitag erscheint "Weißes Rauschen", das zweite Album von Erik Cohen. Anschließend geht der Kieler Barde auf Tour und das natürlich anders als rund um sein Debüt. "Natürlich tut man das, denn man entwickelt mehr und mehr ein Gefühl für sich und das Gesamtgefüge bzw. für die neue Live-Situation", erzählt er uns. "Zu Beginn war ich sicherlich ganz allgemein noch etwas auf der Suche, ist ja auch ganz normal. Mit der Zeit wächst das alles mehr und mehr zusammen und man entwickelt sukzessive ein neues Selbstverständnis. Ein sehr gutes Gefühl."

Selbstverständnis ist ein gutes Stichwort. Denn wenn man sich sein neues Album anhört, hat man das Gefühl, dass er jetzt noch genauer weiß, was er möchte - ohne dabei auf musikalische Vielfalt zu verzichten. Nennt es fokussierter oder reifer, am Ende ist "Weißes Rauschen" ein einfach großartiges Stück Musik Rockmusik, ohne Scheu vor Pop, mit ganz viel Wave, mit Blicken zurück und manch schroffen Momenten. Bitte mal "Totenspinnengeist" und "Hier ist nicht Hollywood" hören.

"Der musikalische Kern - Björn am Bass, Späthi an der Gitarre, Normen am Schlagwerk - blieb identisch" erzählt Cohen. "Auf der neuen Platte hatte ich dazu ein paar Mal Unterstützung von einem super Keyboarder und einer tollen Sängerin für einige Backings. Grundsätzlich gibt es hier oder dort gelegentlich mal kleine personelle Änderungen. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht jeder in unserem Bandgefüge aus familiären wie beruflichen Gründen so flexibel sein kann, wie sich das alle wünschen würden. Auch, wenn jeder immer alles versucht. Daher haben wir ein paar befreundete Musiker im 'erweiterten Kreis', die so nett sind, gelegentlich einzuspringen und Soforthilfe zu leisten. Es kann sich hier ganz generell also immer ein wenig tun."


1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Das ist situationsabhängig. Generell mag ich es, in Musik abtauchen zu können und mich von einer individuellen Note mitreißen zu lassen. Musik sollte authentisch sein, etwas - aber nicht zu viel - fordern und langfristig Spaß machen. Dazu mag ich es, wenn sie das Potential hat zu polarisieren.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Den einen "wichtigsten" Einfluss gibt es in der Form nicht. Ich bin als Musiker immer auch Fan von guter Musik geblieben. Viele meiner persönlichen musikalischen Begleiter hatten und haben über die Jahrzehnte hinweg einen natürlichen Effekt auf das, was ich als Künstler ans Tageslicht befördere. Die Produktion des Albums orientiert sich aber ein wenig an klassischen Wave/Rock-Entwürfen und kommt mehr über den Bass und Key-Flächen, als über die Gitarrenfront.

3. Warum sollte jeder deine neue Veröffentlichung kaufen?

Ich habe gar nicht den Anspruch, dass jeder mein Album kaufen sollte. Ich hoffe aber natürlich, dass ich soviel davon verkaufen kann, dass es mir unterm Strich möglich wird, weiterzumachen. Also dass ich in ein paar Jahren das dritte Album auf den gleichen, unabhängigen Wegen nachlegen kann. Es würde mich freuen, wenn es Freunden von handgemachter Rockmusik in all ihren Klangfarben grundsätzlich eine echte Freude wird, sich in meine neue Platte fallen zu lassen und ein wenig darin aufzugehen. Das heißt, ich fände es sehr schön, wenn einige Leute Spaß daran entwickeln, sich an die Quellen des Albums vorzuarbeiten und sich dann in seinem Fluss treiben lassen.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Einen silbernen Flaschenöffner. Er glänzte so schön.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Das muss so um Weihnachten herum, Anfang der 80er gewesen sein. Schätze '83/'84. Ich bekam damals eine Musikkassette von Depeche Mode. Das Album zog mich sofort in seinen Bann. Ich konnte nicht aufhören, diese geile Musik zu hören. Sowas wollte ich auch machen.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Natürlich habe ich immer noch Träume. Gelegentlich lebe ich sie auch.

7. Was war deine größte Niederlage?

Der quasi in letzter Sekunde zerronnene Aufstieg der Kieler Störche in die 2. Bundesliga hat mir schon sehr zugesetzt.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Musikalisch so frei, unabhängig und zufrieden zu sein, wie ich es momentan bin.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Es gibt viele schlechte Songs. Sich einen als "das schlechteste Lied" raus zu picken, ist nahezu unmöglich. Wo fängt das an, wo hört das auf? Ich selbst habe da auch einiges in petto, glücklicherweise verschwanden die Schlimmsten für immer im Giftschrank.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

Ich freue mich eher darüber, wenn jemand ein Konzerticket löst, um Live-Musik zu unterstützen.

Weitere Infos:
www.facebook.com/erikcohenofficial
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
Erik Cohen
Aktueller Tonträger:
Weißes Rauschen
(RYL NKR/Rough Trade)


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