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BLACKOUT PROBLEMS
Blackout Problems
Im Januar veröffentlichten die Blackout Problems ihr wunderbares Album "Dark", das wir bereits ziemlich abfeierten. "Das hier ist poppiger, aber düsterer bis dramatischer Indierock, ein bisschen Punk ist dabei, ein bisschen und ein bisschen mehr Elektronik und ganz viele epochale Ästhetik und opulente Emotionen", schrieben wir. Und: "Das ist das Album, an dem sich die Band ab sofort messen lassen muss. Und wahrscheinlich auch die ein oder andere Band da draußen." Da mussten wir natürlich bei der Band nachfragen. Drummer Michael Dreilich gab uns Antworten. Auf zehn plus zwei Fragen.

Gab es musikalische Grenzen oder Regeln und gab es von Anfang einen Plan, wie das Album klingen soll oder hat sich das mit der Zeit entwickelt? "Es gab keine Grenzen oder Regeln. Wir haben aber für uns einen Kosmos versucht zu definieren, in dem wir uns bewegen und ausleben wollen. Das hatte weniger mit Instrumenten-Auswahl oder Genres zu tun, sondern viel mehr mit einer Gefühlswelt. Wir haben uns sozusagen unsere eigene 'Dark'-Welt erschaffen. Es fällt uns auch schwer das zu erklären, aber das Gute ist, dass wir vier uns da sehr gut verstehen und sehr auf einem Nenner sind."

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Gute Musik ist für mich persönlich einfach Musik, die mich bewegt und die etwas in mir auslöst. Ich will da etwas spüren. Ob die Darbietung perfekt oder nicht perfekt ist, spielt keine Rolle. Die transportierten Emotionen sind entscheidend für mich.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Ich denke am wichtigsten war unser kollektiver Wille, nicht stehen zu bleiben und uns möglichst frei zu machen von Erwartungen. Außerdem haben wir uns zugestanden, unsere Haltung und unsere Werte etwas offener zu zeigen. Beeinflusst haben uns Ereignisse wie der Anschlag in Halle oder das Attentat auf Walter Lübcke schon immer, nur dieses mal zeigen wir das viel offensiver und das fühlt sich sehr gut an.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Niemand soll einfach irgendetwas kaufen. Wir freuen uns über jeden Menschen, der sich die Zeit nimmt, sich mit uns zu beschäftigen und gewillt ist, in unsere Welt einzutauchen. Wir sind keine Band, die man easy nebenbei hören kann, und das sollte einem bewusst sein. Es gibt bei uns viel zu entdecken und einen sicheren Platz bei Konzerten oder auch auf unseren Plattformen im Netz für Menschen aller Art. Kommt und lernt uns und euch gegenseitig kennen!

4. Was habt ihr euch von eurer ersten Gage als Musiker gekauft?

Unsere neue Veröffentlichung. Quatsch. Ich versuche mich zu erinnern, denke aber, dass diese Summe eher zum Überleben verwendet wurde als für Konsumzwecke.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass ihr Musiker werden wolltet?

Den gab es bestimmt bei jedem von uns vier. Ich denke, den gibt es bei vielen. Aber zu sehen, dass es möglich ist, wenn man dranbleibt, war rückwirkend gesehen der viel wichtigere Punkt.

6. Habt ihr immer noch Träume - oder lebt ihr den Traum bereits?

Ich würde sagen beides. Absolut beides. Ich habe davon geträumt, genau das zu machen, was ich jetzt mache, dennoch wusste ich damals im Traum nicht wirklich, wie das aussieht bzw. wie es sich wirklich anfühlt. Das heißt, es gab eine gewisse Diskrepanz zwischen Traum und Realität, aber das ist gar nicht schlimm. Und neue Träume gibt es immer und es macht Spaß, diese zu jagen und zu versuchen, so viel wie möglich davon erfüllen zu können.

7. Was war eure größte Niederlage?

Hm, ich denke wirklich, dass in jeder Niederlage immer eine Lektion steckt. Deswegen fällt mir jetzt auf Anhieb nicht wirklich ein Beispiel für eine reine Niederlage ein. Wir haben wirklich viel falsch gemacht und hören damit auch nicht auf. Das ist auch irgendwie auch unsere Art des Lernens.

8. Was macht euch derzeit als Musiker am glücklichsten?

Der reine Fakt, dass es noch immer möglich ist, mit Menschen Musik zu machen, auch in einer Pandemie via eMail. Rock macht uns schon sehr glücklich. Außerdem war der Release von "Dark" im Endeffekt auch sehr Kräftegebend, obwohl er zwischendurch alles geraubt hat was man rauben kann.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Ich bewerte nicht gerne Musik für andere, außerdem fällt mir da auch wirklich kein Song ein. Ich beschäftige mich ungern mit Musik im negativen Sinn.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Sophie Scholl, Alexei Anatoljewitsch Nawalny, Swetlana Tichanowskaja.

Weitere Infos:
www.blackoutproblems.com
www.facebook.com/blackoutproblems
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Moe Schinn-
Blackout Problems
Aktueller Tonträger:
Dark
(RCA/Sony Music)


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