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EUT
Eut
Aufgrund eines eher zufälligen Timings gehörte das niederländische Power-Pop-Ensemble Eut nicht zu den Acts, die mitten in einer Tour von der Pandemie überrascht wurde (denn diese war vorher bereits abgeschlossen). Insofern konnte sich das fünfköpfige Ensemble darauf konzentrieren, das zweite Album "Party Time" in Ruhe fertigzustellen. Darauf enthalten ist eine Kombination von einigen älteren und vielen neuen Songs, die die Band - mit den Erfahrungen ihrer Live-Shows im Rücken - für diese Veröffentlichung "feintunen" konnte. "Die Scheibe selbst ist nicht von der Pandemie beeinflusst", erklärt Sängerin Megan de Klerk, "aber wir mussten einige Dinge umplanen. Ursprünglich wollten wir das Album im Sommer 2020 veröffentlichen - mussten das aber verschieben, weil wir nicht touren konnten. Das können wir zwar immer noch nicht, aber wir konnten es einfach nicht mehr abwarten, das Album mit euch zu teilen." Der Titel des Albums, "Party Time", deutet dabei darauf hin, worum es Eut im Wesentlichen geht. "Ja, wir nahmen das Album auf, als der erste Lockdown in den Niederlanden anfing. Anfangs ging es uns gar nicht um die Pandemie - aber im Rückblick ist der Titel passend und ironisch. Ich denke, dass ich wirklich für jedermann spreche, wenn ich sage, dass wir es wir es nicht abwarten können, wieder rauszukommen und zu Parties gehen zu können", erklärt Megan, "auf dem Album geht es darum, alle Sorgen wegzufeiern."

Musikalisch geben sich Eut auf dem Album alle Mühe, die faszinierend überbordende Energie ihrer hyperaktiven Live-Shows auch im Studio einzufangen - und zwar mit deutlich mehr Rock- und Punk-Drive als etwa mit poppiger Versöhnlichkeit. "Ja, beim ersten Album haben wir ja alle unsere Parts separat eingespielt", erklärt Megan, "das zweite Album sollte aber ein Live-Feeling haben - und deswegen haben wir die Songs alle zusammen, in einem Raum eingespielt. Das Album sollte energisch und spielfreudig klingen. Deswegen waren einige Songs noch gar nicht fertig, als wir ins Studio gingen. Wir wollten sie im Studio fertig machen und schauen was passiert. Zum Beispiel gibt es den Titel 'Stuck', den wir schon spielten als wir begannen. Wir haben ihn dann anderthalb Jahre nicht gespielt, dann für das Album überarbeitet und eine komplett improvisierte Jam-Session am Ende des Songs hinzugefügt." Die Frage, wie es mit Eut weitergehen soll, stellt sich bei all dem offensichtlich nicht: "Ich weiß nicht", überlegt Megan nämlich, "wir wollen einfach tolle Songs machen und schauen, wohin uns das führt. Und wir können es nicht abwarten, wieder auf Tour zu gehen zu können." Immerhin konnten Eut zumindest gerade auf dem - dieses Jahr virtuell stattfindenden - Eurosonic-Festival ihre Live-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und weil es ansonsten nichts besseres zu tun gibt, hatte Megan auch Zeit, unsere zehn Fragen zu beantworten.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Musik, die lebendig ist und von Herzen kommt. (Ich weiß, dass das super-kitschig ist - aber man kann wirklich fühlen, wenn genügend Schweiß, Tränen und Gelächter in der Musik stecken.) Beispielsweise mag ich das Album "Dream For Light Years In The Bed Of A Belly Of A Mountain" von Sparklehorse sehr. Dieses Album macht mich so köstlich traurig. Die Art, in der Mark Linkous hier die Geschichten erzählt, lässt mich fühlen, als wären es meine eigenen. Alle Arrangements umhüllen Marks Stimme in einen Klang, der mir sehr schlüssig erscheint.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Mein Liebesleben war die Inspiration was die Texte angeht. Das war eine ganz schöne Achterbahnfahrt für mich. Ich hatte mich schwer in jemanden verliebt - aber wir haben eigentlich am Ende das Schlimmste in uns hervorgebracht. Beispielsweise habe ich mit Stühlen und Schuhen nach dem Typen geworfen, weil er mich so verrückt gemacht hat. Wir waren beide Monster. Und das hat mir eine Menge gegeben, worüber ich schreiben konnte. Musikalisch haben wir keine bestimmte Richtung angestrebt - aber wir sind immer beeinflusst wie Beck, St. Vincent oder den Cardigans.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil es ein erstaunliches Album ist. Ich denke, wir haben gegenüber dem ersten einen großen Schritt gemacht. Geht es kaufen!

4. Was habt ihr euch von eurer ersten Gage als Musiker gekauft?

Ein Mikrofon und ein Interface, um zu Hause Demos und Schrott-Songs aufnehmen zu können.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Ich war ein großer Fan von Destiny's Child. Ich erinnere mich daran, wie ich ihre Videos auf MTV angeschaut habe. Ich mochte es, dass das alles Mädels waren und dass sie so "badass" waren. Ich habe schon als Kind immer gesungen und manchmal damit meine Freunde und Familie verrückt gemacht. Ich glaube, ich war ungefähr 12 als ich in meiner ersten Band sang und da wusste ich schon, dass ich mal eine eigene Band haben und eigene Songs schreiben wollte.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich lebe definitiv meinen Traum. Es ist aber harte Arbeit und Träume können ja auch größer werden. Wenn man z.B. ein Album gemacht hat, ist der nächste Traum, ein weiteres zu machen. Das mag ich - und ich liebe, was ich tue und das ist es, was mich jeden Tag mit dem Wunsch aufstehen lässt, das für den Rest meines Lebens tun zu können.

7. Was war eure größte Niederlage?

Nun diese ganze Pandemie war schon ziemlich beschissen. Wir hatten uns so darauf gefreut, neue Shows spielen zu können - wie wohl alle anderen auch. Aber wie du weißt, musste alles erst mal gestrichen werden. Aber wir können uns eigentlich nicht so richtig beklagen, weil wir ja immerhin noch Songs schreiben können.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Songs zu schreiben und mit einer tollen Band spielen zu können. Und in Europa touren zu können. Hoffentlich können wir bald wieder in unseren stinkenden Van zurück. Und ich mag einfache Dinge, wie z.B. Musik in meinem Schlafzimmer machen zu können.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Ich weiß es wirklich nicht. Es ist ja doch letztlich eine Geschmacksfrage, denke ich. Was dem Einen nicht gefällt, gefällt vielleicht jemand anderem.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Annie Clark! Wenn sie mal zu einer unserer Shows kommen könnte, wäre das toll.

Weitere Infos:
www.thewordiseut.com
www.facebook.com/EUTBAND
www.instagram.com/eut.band/
www.youtube.com/channel/UCzmOFvdLm-hHaM4Ae9JNTRg?
twitter.com/thewordiseut
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Sanja Marusic-
Eut
Aktueller Tonträger:
Party Time
(Euphorie/Membran)


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