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LONG DISTANCE CALLING
Long Distance Calling
Ende August haben die wunderbaren Long Distance Calling mit "Eraser" ihre neue Platte veröffentlicht. Und was ist das für eine gute Platte! Ungemein druckvoll, kräftig, teilweise regelrecht hart, gleichzeitig aber auch voller Gefühl und beeindruckend atmosphärisch. Plus Saxophon ("Sloth"), plus Streicher ("Blood Honey") und plus Bon Jovi-Gitarren ("500 Years"). Plus so viel mehr. Meistens Postrock meets Prog meets Metal. Irgendwie und doch so anders, so eigen und aufregend. Dabei hatte die Band doch erst die "Ghost"-EP releast, auch 2020 kam eine Platte. Jetzt schon wieder fast eine Stunde neue Musik. Wann denkt sie denn mal nicht an die Band? Welchen Stellenwert nimmt die Band in ihrem Leben ein? Und anders gefragt: Wie viel Zeit investieren Long Distance Calling? Bassist Jan Hoffmann sagt: "Sehr viel Zeit. Die Band ist uns wichtig und wir machen uns gerne Gedanken darum, sonst würden wir das nicht schon so lange und so leidenschaftlich tun, die Band hat also einen sehr großen Stellenwert, auch wenn fast alle von uns auch Familie haben, aber die kennen uns ja nicht anders und unterstützen uns dabei. Wir sind gerne fleißig und kreativ, wir mögen den Fluss." Und dann war und ist da ja noch die Sache mit dieser Pandemie. "Gerade als Band war es eine wirklich harte Zeit. Die Tour immer wieder verschieben zu müssen war hart und finanziell alles andere als einfach, aber ich bin froh, dass wir das Beste draus gemacht haben." Stichwort "Beste". 16 Jahre gibt es die Band. "Also es gab wirklich viele Highlights", findet Jan. "Die Veröffentlichung und das Feedback zum ersten Album war auf jeden Fall etwas Besonderes, weil es uns gezeigt hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dann natürlich die Touren mit Opeth, Deftones, Katatonia, Anathema etc. - generell aber ist für mich ein absolutes Highlight, dass wir es geschafft haben unsere eigene Identität und einen eigenen Sound geschaffen zu haben.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Ich denke jeder sagt da was anderes, aber für mich ist gute Musik emotional, spannend und aufregend, es muss mich packen und was mit mir machen. Dann ist Musik für mich gut. Das gleiche gilt übrigens für Bücher, Filme etc.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Ich denke man kann hören, dass "Eraser" im Vergleich zum Vorgänger härter ausgefallen ist. Das liegt vermutlich daran, dass wir in den letzten zwei Jahren wieder etwas mehr Metal gehört haben und die Zeiten waren ja auch nicht gerade rosig. Außerdem kann man Pink Floyd eigentlich fast immer als Einfluss nennen. Ansonsten beeinflusst einen das Leben um uns herum natürlich permanent und das Konzept des Albums ist uns sehr wichtig, damit haben wir uns viel beschäftigt und natürlich war das einer der größten Einflüsse.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil sie wirklich gut ist (schmunzelt). Aber im Ernst, es ist ein spannendes Album, was man so sicher noch nicht gehört hat, es ist besonders. Außerdem geht es um Artensterben und unsere Rolle als Menschen dabei, das ist ein Thema, das es wahrlich verdient hat, sich eingehend damit zu beschäftigen.

4. Was habt ihr euch von eurer ersten Gage als Musiker gekauft?

Puh, das ist lange her, haha, daran kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, aber vermutlich haben wir das Geld wieder direkt invertiert.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Für mich kann ich sagen, dass mich Musik seit meiner frühen Kindheit begleitet und immer schon sehr wichtig für mich war. Irgendwann war klar, dass ich mich selbst mit Musik ausdrücken möchte, weil es gut tut und glücklich macht. Ein konkreter Auslöser war aber vielleicht das erste Entombed-Album "Left Hand Path", was mich und meine Freunde in meinem Dorf wahnsinnig gekickt hat und dann haben wir angefangen Musik zu machen. Das war mein Einstieg.

6. Habt ihr immer noch Träume - oder lebt ihr den Traum bereits?

Also wenn man keine Träume mehr hätte, könnte man die Sache an den Nagel hängen. Ich denke, man sollte immer Ziele haben und versuchen, diese zu erreichen. Für uns gehört dazu zum Beispiel eine USA-Tour, das steht definitiv noch auf der Bucket List und natürlich wollen wir unsere Musik noch weiter in der Welt verbreiten.

7. Was war eure größte Niederlage?

Ich denke, das war in der Tat die Tatsache, dass wir unsere letzte Tour drei (!) Mal verschieben mussten, das war wirklich hart. Emotional und finanziell.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Aktuell würde ich sagen, dass wir wieder live spielen können, weil das einfach unglaublich wichtig ist. Niemand weiß, wie es in nächster Zeit weiter geht, aber momentan genießen wir das sehr. Außerdem ist das Feedback zu "Eraser" großartig, das macht uns natürlich auch sehr glücklich.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

"Sie liebt den DJ".

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

David Gilmour oder Darth Vader.

Weitere Infos:
www.longdistancecalling.de
www.facebook.com/longdistancecalling
www.instagram.com/longdistancecalling
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Andre Stephan-
Long Distance Calling
Aktueller Tonträger:
Eraser
(earMUSIC)


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