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STINA HOLMQUIST
Stina Holmquist
Unsere erste Begegnung mit der Musik von Stina Holmquist liegt kaum 18 Monate zurück, aber seitdem ist viel passiert für die aus dem Ruhrgebiet stammende Musikerin mit schwedischen Wurzeln: Umjubelten Club-Konzerten folgten Supportshows auf großen Bühnen wie für Giant Rooks oder Leoniden, und auch erste Preise konnte Stina bereits einheimsen. Auch musikalisch hat sich die erst 22-jährige Sängerin, Pianistin und Songwriterin verändert und weiterentwickelt. Ihre ungewöhnliche Mehrgenerationen-Band und den leicht bluesigen Americana-Touch ihrer elegischen Piano-Pop-Nummern mit kühlem nordischen Flair hat sie inzwischen gegen Mitstreiter ihres Alters und einen spürbar moderneren Sound eingetauscht, und das zeigt Wirkung. Mit einem Klanggewand, bei dem inzwischen Synths wichtiger als die zuvor betont organischen Handmade-Klänge, rückt sie auf ihrer nun erscheinenden EP "It Dances On The Windowsill" ein Stück weit näher an den Zeitgeist heran und unterstreicht so selbstbewusst und ambitioniert, dass Stillstand ein Fremdwort für sie ist. Geblieben ist dagegen die Emotionalität, die Stinas Lieder in leiseren Momenten ("Blue Light") genauso ausstrahlen wie in vor Energie sprühenden Nummern à la "I Do". Moderne Popmusik, die bei aller Melancholie doch auch tröstend Hoffnung spenden will und dabei ausdrückt, was derzeit viele (junge) Menschen bewegt. Ende Februar steht Stina mit ihrer Band für das Release-Konzert zur EP im Bollwerk 107 in Moers auf der Bühne, aber auch in den kommenden Monaten gibt es u.a. in der Pension Schmidt in Münster, im Gdanska in Oberhausen oder dem Grend in Essen noch reichlich Gelegenheit für einen Konzertbesuch. Zuvor allerdings widmete sich Stina unseren zehn Fragen.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Ich glaube, das ist super-subjektiv. Mich persönlich muss Musik berühren und irgendwo im Herzen treffen. Ich liebe es, wenn mich Musik, ob musikalisch oder lyrisch, so überrascht und beeindruckt, dass ich den Song einen ganzen Tag in Dauerschleife laufen lassen kann. Und ich finde gute Lyrics unglaublich wichtig. Texte können wahnsinnig ehrlich sein oder auch total verworren, wo sich die eigentliche Message hinter ganz vielen Bildern versteckt. Ich glaube, beides kann super-berührend sein.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Ich schreibe gerne Songs über Dinge, die ich sehe, die ich wahrnehme, lese, fühle und die um mich herum passieren. Unsere Debüt-EP trägt den Namen "It Dances On The Windowsill". Das ist ein Auszug aus einem der Songs, "Blue Light". Dieses Bild, aus dem Fenster zu schauen, Menschen oder sich selbst zu beobachten oder sich selbst in deren Geschichten zu verweben, ist etwas, das in meinen Songs oft vorkommt. Der EP-Titel fängt genau diesen Moment ein und steht gleichzeitig dafür, wie ich Songs schreibe.

3. Warum sollte jeder deine neue Veröffentlichung kaufen?

Ich glaube, wenn man berührt werden möchte und Lust auf warmen, atmosphärischen, energetischen und melancholischen Indie-Pop hat, ist die Platte genau das richtige.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Das war auf jeden Fall Equipment, um live zu spielen. Ich glaube, ich habe mir ein Neumann-Mikro gekauft. Das habe ich immer noch und benutze es sehr gerne bei intimen Solo-Konzerten.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Ich kann mich eigentlich nicht an einen bestimmten Auslöser erinnern. Irgendwie war dieser Traum, Musikerin zu werden, immer da. Seit ich ganz klein bin. Ich habe mich ganz lange schwer damit getan, Songs zu schreiben, die sich nach mir anfühlen. Dadurch hatte ich früher das Gefühl, dass ich den Traum nicht realisieren kann. Irgendwann hat es dann klick gemacht beim Songwriting, und das war eines der schönsten Gefühle.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich lebe auf jeden Fall meinen Traum, aber gleichzeitig habe ich auch immer noch Dinge, auf die ich zuarbeite und die ich mir wünsche. Jetzt unsere erste eigene EP zu veröffentlichen, macht mich wahnsinnig stolz und glücklich. Für die EP haben wir mit unserem Produzenten Alex Sprave gearbeitet. Das war auch etwas, was ich mir total gewünscht habe und was dann in Erfüllung gegangen ist. Ich bin total gespannt auf alles, was noch in diesem Jahr kommen wird.

7. Was war deine größte Niederlage?

Ich finde, "Niederlage" ist irgendwie ein deprimierendes Wort. Ich glaube, dass ich total viel lerne aus den Dingen, die erst mal nicht so laufen, wie man sich das eigentlich gewünscht hat. Und das ist dann auch wieder schön, wenn man daran wachsen kann.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Ich liebe es sehr, auf der Bühne zu stehen und die Musik, die ich schreibe, mit Menschen zu teilen, die mit so unterschiedlichen Hintergründen zu unseren Konzerten kommen. Als Band gemeinsam auf der Bühne zu stehen und dabei miteinander, aber auch mit dem Publikum verbunden zu sein, ist ein wahnsinnig tolles Gefühl. Das hat immer irgendwie etwas Magisches.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Es gibt keine schlechten Songs. Musik ist was Tolles, man hat nur unterschiedliche Geschmäcker.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

Lana Del Rey. Ich bin ein Riesenfan und mit ihrer Musik aufgewachsen. Ich glaube, da würde ich vor Nervosität umfallen.

Weitere Infos:
www.stinaholmquist.de
www.facebook.com/stinaholmquist.official
www.instagram.com/stinaholmquist
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Thomas Berns-
Stina Holmquist
Aktueller Tonträger:
It Dances On The Windowsill EP
(Eigenveröffentlichung)


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