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STREET DOGS
Street Dogs
"Da ist das Ding!", sagt(e) nicht nur Oliver Kahn, genau das sagen auch wir. Denn endlich ist das Ding da. Das neue Album der fabulösen Street Dogs, die es wie kaum eine andere Band versteht, hymnischen Streetpunk mit Folk-Elementen, Pop und Melodie zu verbinden und daraus einzigartige Hymnen und Bühnen-Granaten zu basteln. Schon das zwei Jahre alte Album "Fading American Dream" war mit Krachern gefüllt – tatsächlich noch bessere gibt es auf ihrem Hellcat-Debüt "State Of Grace". Man höre sich nur Nummern wie "Kevin J. O'Toole" oder "Into The Valley" an - und schon schnappt es über. Man lacht, man tanzt und singt, man möchte in die Clubs, auf die Straße, man möchte mit seinen Kumpels feiern und auch wenn man all das gerade aus irgendwelchen Gründen nicht kann – eine gute Zeit hat man trotzdem. Wir stellten Bassist Johnny Rioux unsere zehn Fragen und wollten gleichzeitig wissen, wie es der neben Far From Finished besten Boston-Punkrockband (das behaupten wir an dieser Stelle einfach mal) den mit Tim Armstrong und dessen Label so geht. "Er und Chris Lasalle haben uns schon länger unterstützt, doch es hat nie mit einer Zusammenarbeit geklappt. Bis jetzt und darüber sind wir sehr glücklich. Denn es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass irgendwer in Deutschland einfach in den Plattenladen gehen und unsere Platte kaufen kann. Außerdem ist es toll, ein Teil einer Gruppe aus Bands und Leuten zu sein, die aus den richtigen Gründen in diesem scheußlichen Business sind."

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Alles, was von Herzen kommt und Soul hat. Ich liebe es, Musik mit einer Aussage, einem gewissen Spirit und guter Energie zu hören. Das ist nicht unbedingt nur Punkrock, das kann auch guter Folk, Country oder Reggae sein und selbst klassische Musik kann mich beeindrucken.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Also The Clash, U2, Dylan, The Pogues, Cocksparrer und die Stiff Little Fingers – um mal ein paar Namen zu nennen – haben uns schon immer beeinflusst. Durch unseren Produzenten Ted Hutt haben wir auch eine Menge klassischen Rock von Bands wie The Faces, Rod Stewart, The Stones oder Thin Lizzy gehört. Er hat uns sogar richtig schlechte britische Dancemusic vorgespielt und all das, was uns bei unseren anderen Platten beeinflusst hatte, durften wir nicht hören. Er wollte eben, dass wir unsere Köpfe frei bekommen und so komplett unvoreingenommen ans Songwriting gehen. Das war natürlich eine große Herausforderung, aber eine echte Erfahrung. Unser Drummer Paul und ich haben tatsächlich neue Beats und Strukturen ausprobiert.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Ich denke, "State Of Grace" ist bisher unser am meisten rockendes Album, auf das ich sehr stolz bin! Ich weiß, dass wir einen guten Job gemacht und es geschafft haben, unsere Einflüsse und Gedanken zusammen zu bringen. Nicht nur, dass ich es wirklich liebe, wie unser Sänger Mike McColgan noch mehr eine Art Storyteller ist, ich glaube auch, dass dieses ein Album für alle ist, nahezu jeder scheint mit den meisten Songs etwas anfangen zu können. Wir wollten immer eine Band der Leute sein und diesem Ziel sind wir jetzt einen großen Schritt näher gekommen.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Der Tag, an dem ich das erste Mal realisiert habe, dass ich meine Miete mit den Geld von der Tour bezahlen kann, die wir gerade beendet hatten, war der erfreulichste Tag, seit ich in der Band bin. Also muss ich sagen, dass ich mit dem ersten Geld meine Miete bezahlt habe. Oder Windeln...

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Als Kind war ich einer kleinen New England Punk-Szene, The Queers kamen aus meiner Heimatstadt und waren meine Lieblingsband. Deren Bassist B-Face brachte mir bei, Songs von den Ramones und Social Distortion auf dem Bass zu spielen und das tat ich immer und immer wieder. Damals hatten die Queers noch Tapes aufgenommen und auf ihren Konzerten verkauft. Als sie dann das Album "Grow Up" aufnahmen und einen Plattenvertrag bekamen, wollte ich auch in einer Band spielen. Gar nicht, um reich und berühmt zu werden, sondern um in Kellern Punkrock zu spielen und mit meinen Kumpels Bier zu trinken. Es wurden die besten Jahre in meinem Leben und ich habe ne Menge über eigene Shows, Platten und Szenen gelernt. Und diese DIY-Mentalität steckt auch heute noch in mir.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich habe noch eine Menge Träume, aber: Ich habe Joe Strummer getroffen, habe Johnny Cash gesehen, Shows mit Social Distortion, Bad Religion, Rancid und den Pogues gespielt und habe zweimal erlebt, wie die Red Sox die Meisterschaft gewannen. Ich bin mit meinen besten Freunden auf der ganzen Welt gewesen und habe Konzerte gespielt und unsere neue Platte erscheint auf Hellcat / Epitaph. Ich muss sagen, dass ich ziemlich glücklich bin. Wenn es morgen zu Ende geht, wäre ich also zufrieden.

7. Was war eure größte Niederlage?

Wir können nicht besiegt werden. Und falls doch passieren würde, wäre das unsere größte Niederlage. Das Schlimmste, was der Band bisher passiert ist, war, als wir durch Europa tourten und mitbekamen, dass George W. Bush 3000 Meilen entfernt zum zweiten Mal gewählt wurde. Aber das war nicht unser Fehler.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Es macht mich glücklich und stolz, dass wir in der derzeitigen Situation die Musik machen können, auf die wir Lust haben, und dass unser Label, unser Management und unsere Booker so großartig sind. Auf der anderen Seite ist es natürlich immer klasse, wenn man seine Freizeit mir der Familie verbringen kann!

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

"Cherry Pie" von Warrant, der Song könnte einen in den Selbstmord treiben...

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Joe Strummer, der Punkrock Warlord!

Weitere Infos:
www.street-dogs.com
www.myspace.com/streetdogs
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
Street Dogs
Aktueller Tonträger:
State Of Grace
(Hellcat/SPV)


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