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Willow Parlo - Willow Parlo

Willow Parlo - Willow Parlo
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Format: EP

Einfach deshalb, weil es quirlige Indie-Bands wie das Hamburger Quartett Willow Parlo gar nicht mehr so häufig gibt - und weil Noemi Bunk und ihre Jungs ein bemerkenswertes musikalisches Spektrum anzubieten haben -, lohnt es sich, sich mit dieser fünf Tracks umfassenden, selbst betitelten EP zu beschäftigen. Die Sache ist nämlich die, dass Noemi zwar als Texterin und Sängerin dem Ensemble als Frontfrau vorsteht, das Material aber in kollektiver Weise auf verschiedenen Wegen zur Blüte gebracht wird. Und das macht sich insofern bemerkbar, dass jeder einzelne der fünf Tracks mit eigenen Klangwelten zu überzeugen weiß - aber alle zusammen durch Noemis Gesang zusammengehalten werden.

Worum geht es? Einem bestimmten Genre ordnen sich Willow Parlo nicht unbedingt unter. Mit New Wave-, Prog-, Elektronik- und Indie-Pop-Elementen erschaffen sie sich eigene Szenarien, die offensichtlich durch die inhaltlichen Komponenten aus Noemis Texten atmosphärisch bestimmt werden. Und in diesen Texten geht es um Existenzängste angesichts der uns zur Zeit mit immer größerer Geschwindigkeit gegenübertretenden Krisenszenarien und wie man mit diesen umgehen könnte. Dass das Werk ein klassisches Pandemie-Produkt ist, ist so deutlich herauszuhören. Wichtig ist aber festzuhalten, dass die Songs keinesfalls in der hoffnungslosen Dystopie enden, sondern mit einer resilient-kämpferischen Note zumindest immer auch einen Lichtstreifen erahnen lassen. Alles in allem ist "Willow Parlo" ein bemerkenswert starkes, selbstbewusstes musikalisches und konzeptionelles Statement.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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