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Lykke Li - Youth Novels

Platte der Woche

KW 36/2008


Lykke Li - Youth Novels
Warner Music
Format: CD

Lykke Li Zachrisson aus Schweden ist so etwas wie das aktuelle internationale Fräuleinwunder. So etwas kann man immer ganz gut daran erkennen, wie die betreffenden Künstler(innen) publik werden: Im Falle von Lykke Li z.B. indem sie von maßgeblichen Institutionen, wie z.B. Jools Holland oder dem Haldern Festival VOR der Veröffentlichung der jeweiligen CDs hofiert und gefeatured werden. Und daran, dass - wie auch im Falle von Lykke Li - über das Internet, z.B. via MySpace viel passiert. Das setzt natürlich eine Menge Eigeninitiative voraus, und die hat Lykke Li zweifelsohne: Auf eigene Faust zog sie nach New York, um dort "etwas zu werden", erlebte eine künstlerische Bruchlandung, lernte daraus, verarbeitete dies in ihren Songs und machte weiter, wie sie es für richtig hielt. Dabei geriet sie an Björn Yttling (Peter Björn & John), mit dem zusammen sie in vielen verschiedenen Sessions die Songs des Debüt-Albums einspielte. Und dieses ist beachtlich.

Denn Lykke Li präsentiert sich auf diesem Werk als ungemein eigenständige Künstlerin mit einem stilistisch ausgefeilten Profil - unter anderem Dank der Mittel der Moderne, die es heutzutage möglich machen, Elektronik und Handgemachtes so zu kombinieren, dass es eben nicht steril klingt und sogar eine eigene Handschrift ermöglicht. Ihre mit einer Unzahl von Instrumenten phantasievoll arrangierten Songs sind nicht zu kategorisieren, da jeder Track eigentlich anders klingt - zusammengehalten vielleicht von Lykkes mädchenhafter Stimme und den eigenartigen Texten, die Persönliches, Radikales, Poetisches und Philosophisches mit ganz einfachen Slogans und Mantren kombinieren (mit z.T. verblüffenden Effekten, die daher rühren, dass Lykke Englisch eben nicht muttersprachlich einsetzt) und auch so etwas Einzigartiges erzeugen. Dabei gelingen ihr - neben fast experimetellen, avantgardistischen Momenten - auch glasklare, geradezu infektiöse Pop-Hits wie "I'm Good, I'm Gone" oder "Little Bit" (zu denen sie dann auch noch faszinierende Videos produziert). Abgerundet wird dies durch durchstilisierte Live-Performances mit eigener Dramaturgie und Choreographie. Lykke bietet unter dem Strich eigentlich für jeden etwas. Insofern begreift man Lykke Li am besten als Gesamtkunstwerk. Oder eben als aktuelles Fräuleinwunder.



-Ullrich Maurer-


Video: "Breaking It Up"
Video: "I'm Good, I'm Gone"
Video: "Little Bit"

 
 
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